Vertrauen gefasst

Basel: Loewe: My Fair Lady

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Es gibt eine entlarvende Stelle im Interview der Basler Theaterzeitung zu «My Fair Lady». Da sagt Agata Wilewska, gebürtige Polin und Darstellerin der Eliza Doolittle, über ihren Regisseur und die Probenarbeiten: «Also, ich muss sagen, dass ich nach zwei Wochen etwas Vertrauen gefasst habe und unserer gemeinsamen Zukunft nichts mehr im Wege steht.» Das Gesprächsprotokoll vermerkt dazu ein in Klammern stehendes «trocken», was ein Doppeltes signalisiert: erstens, dass die Sopranistin sich nichts von ihrem Regisseur vormachen lassen will. Und zweitens, dass dieser aber genau das könnte.

Ihr etwas vormachen – im Sinne von besser zeigen.

Tom Ryser, um den es hier geht, beherrscht genau das. Der Schweizer Regisseur hat nicht nur am Theater Basel mit seinen Arbeiten überzeugt. Mit seiner «Raketensymphonie» hatte er die Kulturhauptstadt Linz 2009 eröffnet. Ryser ist ein Gratwanderer, einer, der sich schwer auf ein Genre festlegen lässt. In Basel war seine Variante von Wittenbrinks «Sekretärinnen» ein spielzeitübergreifender Renner. 2008 gab’s für sein Spiel mit Clownerie und Poesie (zusammen mit dem Schweizer Clownpaar Ursus & Nadeschkin, das von ihm gecoacht wird) den Hans-Reinhart-Ring, ...

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Opernwelt Januar 2011
Rubrik: Panorama, Seite 36
von Alexander Dick

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