Verloren im Raum

Ergebnisse des Projekts «KoOPERation» in Moskau

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Stellen wir uns vor: ein Opernlaboratorium. Darin wirken nicht nur Dirigenten und Librettisten, Regisseure, Bühnen- und Kostümbildnerinnen, Sängerinnen und Sänger sowie multimediale Profis, dort trifft man zudem Spezialisten anderer, eher kunstferner Disziplinen. Was sie eint, ist das Ziel. Und das besteht im konkreten Fall darin, acht sogenannte Wissenschafts-Opern zu schaffen, die aktuell relevante Gesellschaftsthemen aufgreifen und sie in Kunst verwandeln.

Die Regisseurin Jekaterina Wassiljewa, Organisatorin der Gruppe «KoOPERation», sieht ihre Aufgabe vor allem darin, einen kreativen Dialog zwischen den Vertretern der einzelnen «Berufe» herzustellen. Ein nachgerade herkulisches Ansinnen. Denn was schon im 17. Jahrhundert als Paradigma existierte, ist auch heute noch zuweilen traurige künstlerische Wirklichkeit: Viele Köche verderben den Brei. Der Komponist würde den Großteil dessen, was der Librettist geschrieben hat, am liebsten in den Müll werfen, der Regisseur misstraut von Anfang an grundsätzlich allem, was die beiden schöpferischen Naturen ihm vorgelegt haben. Und wenn dann noch die Ausführenden dazukommen, ist die Sache fast schon zum Scheitern verurteilt: Das ...

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Opernwelt Februar 2022
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Alexej Parin

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