Verdi: Attila

Gelsenkirchen

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Verdis wilde Männer: Bald nach dem «Nabucco» ließ sich der Komponist von Attila fesseln, der «Geißel Gottes». Eine Paradepartie für Bässe, die Belcanto mit Ausdrucksgewalt zu verbinden wissen. In Gelsenkirchen setzt Nicolai Karnolsky seine robuste Stimme wirkungsvoll ein, wird allerdings von Jee-Hyun Kims Ezio in die Schranken verwiesen, ein Hüne in Gestalt und Stimme. Obwohl sie als rachedurstige Odabella ihren lyrisch grundierten Sopran eigentlich überfordert, be­eindruckt Regine Hermann mit schlanker Intensität, wobei diese Formulierung auch auf ihre Bühnenerscheinung zielt.

In hautengem Fantasy-Kostüm (Ulli Kremer) becirct ihre coole Erotik.
Psychologische Stichhaltigkeit hat, fast möchte man sagen Gott sei Dank, Regisseur Andreas Baesler nicht im Sinn. Erfreulicherweise versucht er nicht krampfhaft, die plakativen Wirkungen der Oper zu kaschieren. Es wird also vehement geliebt, gefeilscht und gestorben. Alle, aber auch alle Protagonisten fallen ihren übersteigerten Gefühlen zum Opfer: ein Opernabenteuer ohne Wenn und Aber. Hermann Feuchter schafft mit seiner urig martialischen Szenerie einen wirkungsvollen Bildrahmen, freier Horizont lässt wirkungsvolle Projektionen und ...

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Opernwelt Februar 2005
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 48
von Matthias Norquet

Vergriffen
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