Unendliche Glückseligkeit

Das Ravenna Festival glänzt mit ästhetisch-eleganten Produktionen von Purcells «Dido and Aeneas» und Monteverdis «Il ritorno d’Ulisse in patria»

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In ihrer barocken Blütezeit rücken die Schöpfer von Stillleben nicht nur frische Früchte, Fische oder Blumen ins rechte Licht ihrer Ateliers. Niederländische, italienische, spanische, französische oder deutsche Meister der Malerei wählten allzu gern auch Musikinstrumente als ihren Gegenstand – mitunter in Verbindung mit kulinarischen Köstlichkeiten, deren vielsagende Attribute mal religiöse Botschaften, mal erotische Schlüpfrigkeiten vermitteln oder aber einfach nur repräsentativ dekorative Schönheit verströmen.

Im Nachgang William Shakespeares mag da auch die berühmte Sentenz des Orsino aus «Twelfth Night» hineinspielen: «If music be the food of love, play on.»

Pier Luigi Pizzi stellt in den rein weißen Einheits-Erinnerungsraum der barocken Herbsttrilogie des Ravenna Festivals jedenfalls kaum mehr als einen breiten Tisch; ihn arrangiert der Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner in Personal -union zum dezidiert musikalischen Stillleben. Die Statik des barocken Bildes wird bald mit echtem Leben gefüllt: Junge, ausgelassene Menschenkinder in schwarzer Kleidung bevölkern die Bühne; ein Teil von ihnen steigt in den hochgefahrenen Orchestergraben des Teatro Alighieri hinab, ein anderer ...

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Opernwelt Januar 2025
Rubrik: Im Focus, Seite 16
von Peter Krause

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