Raritäten durchaus erwünscht

Veränderte Programm-Philosophie an der Opéra de Lausanne: Der neue Intendant Claudio Cortese bringt frischen Wind

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Nicht, dass es in den zwei Jahrzehnten zuvor schlecht gelaufen wäre, keineswegs. Immerhin wurde während der Intendanz von Eric Vigié der hochmoderne Anbau, mit dem die Opéra de Lausanne eine eigene Produktionsstätte erhielt, seiner Funktion übergeben. Doch mit der Ankunft von Claude Cortese, dem neuen Intendanten der Opéra de Lausanne, hat jetzt auch künstlerisch der Wind gedreht. Aus Marseille stammend, gehört Cortese zu jenen Theaterpraktikern, die ihr Handwerk bis in alle Einzelheiten erlernt haben.

Außerdem verfügt er über ein ausgebautes Netzwerk – ein Netzwerk, das unverkennbar in der romanischen Kultur verankert ist. Zuletzt war er an der Opéra du Rhin in Strasbourg tätig, dies als Leiter der künstlerischen Produktion an der Seite des dortigen Intendanten Alain Perroux, der seinerseits in der Spielzeit 2026/27 als Nachfolger von Aviel Cahn an das Genfer Grand Théâtre wechseln wird.

Damit hat Cortese in Lausanne zwei Spielzeiten Vorsprung vor Perroux in Genf. Allerdings musste die erste Saison, 2024/25, in sehr kurzer Zeit geplant werden, weshalb es etwas mehr eingekaufte Produktionen gibt, als sich der neue Intendant wünscht. Zwei Leitlinien sind jedoch schon deutlich ...

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Opernwelt Januar 2025
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Peter Hagmann

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