Raritäten durchaus erwünscht
Nicht, dass es in den zwei Jahrzehnten zuvor schlecht gelaufen wäre, keineswegs. Immerhin wurde während der Intendanz von Eric Vigié der hochmoderne Anbau, mit dem die Opéra de Lausanne eine eigene Produktionsstätte erhielt, seiner Funktion übergeben. Doch mit der Ankunft von Claude Cortese, dem neuen Intendanten der Opéra de Lausanne, hat jetzt auch künstlerisch der Wind gedreht. Aus Marseille stammend, gehört Cortese zu jenen Theaterpraktikern, die ihr Handwerk bis in alle Einzelheiten erlernt haben.
Außerdem verfügt er über ein ausgebautes Netzwerk – ein Netzwerk, das unverkennbar in der romanischen Kultur verankert ist. Zuletzt war er an der Opéra du Rhin in Strasbourg tätig, dies als Leiter der künstlerischen Produktion an der Seite des dortigen Intendanten Alain Perroux, der seinerseits in der Spielzeit 2026/27 als Nachfolger von Aviel Cahn an das Genfer Grand Théâtre wechseln wird.
Damit hat Cortese in Lausanne zwei Spielzeiten Vorsprung vor Perroux in Genf. Allerdings musste die erste Saison, 2024/25, in sehr kurzer Zeit geplant werden, weshalb es etwas mehr eingekaufte Produktionen gibt, als sich der neue Intendant wünscht. Zwei Leitlinien sind jedoch schon deutlich ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Januar 2025
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Peter Hagmann
Händel hat sie alle geliebt – die Eifersüchtigen und die Neidhammel, die Tyrannen und die Spieler, die Koketten und die Intriganten. Deswegen bekommt jede seiner Opernfiguren mindestens ein Arienjuwel von ihm geschenkt. In der Oper «Alcina» gibt es viele Juwelen, viele Figuren, und eine leidet herrlicher als die andere: die Zauberin und der von ihr manipulierte...
In ihrer barocken Blütezeit rücken die Schöpfer von Stillleben nicht nur frische Früchte, Fische oder Blumen ins rechte Licht ihrer Ateliers. Niederländische, italienische, spanische, französische oder deutsche Meister der Malerei wählten allzu gern auch Musikinstrumente als ihren Gegenstand – mitunter in Verbindung mit kulinarischen Köstlichkeiten, deren...
JUBILARE
Constantin Floros wurde in Saloniki, Griechenland, geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Thessaloniki ging Floros an die Wiener Hochschule für Musik, wo er Komposition bei Alfred Uhl und Dirigieren bei Hans Swarowsky studierte. 1953 erhielt er sein Diplom in Komposition und Dirigieren. Parallel dazu studierte er an der...
