Und was ist die Erkenntnis?
Man(n) trägt Perücke. Irgendwann im ersten Akt lässt sich auch der Kritiker von einer Mitwirkenden eine solche andienen: Modell mondäne Allongeperücke, ins Horizontale gerückt. Jetzt gehört man also dazu, zu Mahagonny, dieser seltsamen Stadt, in der man schon auf dem Vorplatz des Theaters Basel begrüßt wurde: «Willkommen in Mahagonny, willkommen daheim». Daheim?
Irgendwie schon. «Aber dieses ganze Mahagonny, ist nur, weil alles so schlecht ist ...
»: Bert Brechts und Kurt Weills Parabel auf die Gier und Niedertracht im großen Schatten des Kapitalismus von 1930 ist knapp 100 Jahre später aktueller denn je. Sind wir nicht längst alle ein bisschen arg Mahagonny geworden? Der regieführende Intendant Benedikt von Peter zeigt sich im Programmheft-Gespräch verblüfft über die erschreckende Aktualität dieser «Anti-Oper». Woraus der Gedanke erwuchs, das Publikum am Aufbau und Niedergang Mahagonnys aktiv teilhaben zu lassen. Das heißt: Die klassische Einteilung in Bühne und Zuschauerraum gibt es nicht. Alles ist Mahagonny – Theatervorplatz, Foyer, Zuschauerraum, Bühne (Bühnenbild: Katrin Wittig, Kostüme: Geraldine Arnold). Ist das nun episches Theater? Brecht hätte vor allem gewollt, dass man ...
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Opernwelt November 2025
Rubrik: Panorama, Seite 53
von Alexander Dick
Ob Birgit Nilsson herzlich lachend und mit einem ironischen Kommentar ihr Einverständnis gegeben hätte, dass es nun auch einen Wein gibt, der ihren Namen trägt? Wir wissen es nicht. Nur eines ist gewiss: Der seit wenigen Jahren auf den fruchtbaren heimatlichen Böden der Bjäre-Halbinsel wachsende Weißwein prägt so tiefe Wurzeln aus wie die Hochdramatische selbst,...
alpha
02.11. – 21.50 Uhr Bayreuth Baroque Opera Festival 2025
Malena Ernman: Terra Mater
Beim Konzert «Terra Mater» bringt Christina Pluhar mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata eine Hymne an die Schöpfung in barockem Klanggewand auf die Bühne. Als Partnerin hat sich die Alte Musik-Spezialistin mit der schwedischen Mezzosopranistin Malena Ernman eine vielschichtige...
Herr Krimmel, einerseits sind Sie ein Naturbursche, der mit einem Camper durch die Gegend tuckert, andererseits ein weithin anerkannter Künstler, der hochgradig verdichtete Lyrikvertonungen interpretiert. Wie geht das zusammen?
Nun ja, wahrscheinlich dürfte ich, wenn ich es ganz ernst nehme, nur noch Schuberts «Schöne Müllerin» singen und vielleicht noch seine...
