Und was ist die Erkenntnis?

Weill: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny BASEL | THEATER

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Man(n) trägt Perücke. Irgendwann im ersten Akt lässt sich auch der Kritiker von einer Mitwirkenden eine solche andienen: Modell mondäne Allongeperücke, ins Horizontale gerückt. Jetzt gehört man also dazu, zu Mahagonny, dieser seltsamen Stadt, in der man schon auf dem Vorplatz des Theaters Basel begrüßt wurde: «Willkommen in Mahagonny, willkommen daheim». Daheim?

Irgendwie schon. «Aber dieses ganze Mahagonny, ist nur, weil alles so schlecht ist ...

»: Bert Brechts und Kurt Weills Parabel auf die Gier und Niedertracht im großen Schatten des Kapitalismus von 1930 ist knapp 100 Jahre später aktueller denn je. Sind wir nicht längst alle ein bisschen arg Mahagonny geworden? Der regieführende Intendant Benedikt von Peter zeigt sich im Programmheft-Gespräch verblüfft über die erschreckende Aktualität dieser «Anti-Oper». Woraus der Gedanke erwuchs, das Publikum am Aufbau und Niedergang Mahagonnys aktiv teilhaben zu lassen. Das heißt: Die klassische Einteilung in Bühne und Zuschauerraum gibt es nicht. Alles ist Mahagonny – Theatervorplatz, Foyer, Zuschauerraum, Bühne (Bühnenbild: Katrin Wittig, Kostüme: Geraldine Arnold). Ist das nun episches Theater? Brecht hätte vor allem gewollt, dass man ...

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Opernwelt November 2025
Rubrik: Panorama, Seite 53
von Alexander Dick

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