Stütze des Met-Ensembles
Am 3. Mai verstarb in New York die Mezzosopranistin Rosalind Elias im Alter von 90 Jahren. Die Amerikanerin libanesischer Herkunft erhielt ihre Ausbildung in Boston, Tanglewood und Rom. Obwohl sie international erfolgreich war und in vielen Schallplattenproduktionen mitwirkte, bleibt ihr Name vor allem eng mit der Geschichte der Metropolitan Opera verbunden. 54 Rollen in 687 Vorstellungen hat sie dort in 42 Jahren gesungen.
Mit Grimgerde in der «Walküre» fing es im Februar 1954 an, weitere «Wurzen» folgten, bis sie 1957 als Olga in einem englischen «Onegin» neben George London ihren Durchbruch erlebte. Zu dieser Zeit entstanden bereits ihre ersten Schallplatten-Aufnahmen. Im folgenden Jahr kreierte Elias die Rolle der Erika in Samuel Barbers «Vanessa». Die von Dimitri Mitropoulos dirigierte Produktion wurde von den Salzburger Festspielen übernommen. An der Met etablierte sich die Sängerin als legitime Nachfolgerin von Risë Stevens, hatte als Cherubino, Dorabella (die sie auch in Salzburg sang), Giulietta («Les Contes d’Hoffmann»), Hänsel (später Knusperhexe), Octavian und vor allem als Carmen (die sie auch in einem Fernsehfilm verkörperte) herausragende Erfolge, sang gelegentlich ...
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Opernwelt Juli 2020
Rubrik: Magazin, Seite 61
von Ekkehard Pluta
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