Strenges Glück

Vom Erneuern der klassischen Musik – zum 90. Geburtstag von Michael Gielen

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Das Projekt Moderne ist politisch. An dieser Einsicht macht der rigorose Künstler Michael Gielen keine Abstriche. Künstlerischer Rigorismus ist bei ihm in politisch-moralischer Entschiedenheit begründet. Das hat auch biografische Wurzeln. Als Halbjude (Eduard Steuermann, der Pianist des Schönbergkreises, war Bruder seiner Mutter) in die Emigration getrieben, zählte er zu  seinen elementaren Lebenserfahrungen die Todfeindschaft zwischen Faschismus und radikaler Kunstgesinnung.

Auch im Exil in Buenos Aires war ästhetische Unerbittlichkeit mit bürgerlichem Kulturbetrieb nicht kompatibel.

Nach Europa zurückgekehrt, hatte der Deutschösterreicher Gielen (geboren in Dresden, aufgewachsen in Wien) bald kurzzeitigere Chefposten (Stockholm, Amsterdam) inne, aber in Deutschland festigte sich sein Ruf als furchtloser Partiturknacker von Schwierigstem und Avanciertestem. Feuerprobe dafür war 1965 die Kölner Uraufführung der «Soldaten» von Bernd Alois Zimmermann. Dann kamen aber zwei «sesshafte» Tätigkeiten: das Opernjahrzehnt 1978-88 in Frankfurt am Main, anschließend die langjährige Verpflichtung beim SWF/SWR-Sinfonieorchester in Baden-Baden (und Freiburg). Die Frankfurter Ära ging in die ...

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Opernwelt Juli 2017
Rubrik: Magazin, Seite 74
von Hans-Klaus Jungheinrich

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02.07. – 11.00 Uhr
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Im Rahmen der großen Retrospektive der Werke von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975), die alle 15 Symphonien und sechs Instrumentalkonzerte sowie ein dokumentarisches Porträt von Reiner E. Moritz umfasst.

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