Spurensuche

Das Festival «Janáček Brno 2018» ehrt den Komponisten mit der Aufführung aller Opern und schlägt eine Brücke zur Gegenwart mit zwei neuen Werken von Studierenden der örtlichen Akademie

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Es ist eine lange, intensive Beziehung, die Leoš Janáček mit Brünn verbindet. In dieser Stadt, wo sich noch heute zahlreiche (architektonische) Relikte längst verblichenen kakanischen Glanzes auffinden lassen, verbrachte er den größten Teil seines Lebens. Acht seiner neun Bühnenwerke erlebten in Brno ihre Uraufführung, eines der 16 (!) Theater trägt seinen Namen.

Das 1965 erbaute Janáček-Theater, eines der größten Opernhäuser Osteuropas, war nun anlässlich von Janáčeks 90.

Todesjahr Heimstatt eines gut zweiwöchigen Festivals, in dessen Verlauf sämtliche Opern des Komponisten aufgeführt wurden. Den Höhepunkt bildete Robert Carsens packende, weltweit bereits in mehr als 20 Städten gezeigte «Kátia Kabanová»-Inszenierung. Neben dieser szenischen Hommage war es den Verantwortlichen ein Anliegen, Janáčeks Spuren in Brno offenzulegen. Pünktlich zum Festival erschien ein umfangreicher Stadtführer, in dem 18 Orte vorgestellt werden, die mit der wechselhaften Biografie des Komponisten in Zusammenhang stehen – so beispielsweise das Augustinerstift, das er als Kind besuchte, der Kräutermarkt, sein Grab etwas außerhalb der Stadt,  die Orgelschule sowie, direkt dahinter, im Garten, sein ...

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Opernwelt Januar 2019
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Florian Amart

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