Sparten, geht zusammen!

Es lebe das Gesamtkunstwerk: Das Volkstheater Rostock mobilisiert für Ibsen und Grieg, das Theater Hagen für Purcell und Händel alle Kräfte

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Krisenzeiten haben ihre eigene Dynamik. Wenn der Blick in die Zukunft sich trübt, die Gegenwart undurchschaubar wirkt, nur die Verklärung einer «heilen» Vergangenheit Halt zu bieten scheint, drohen konkrete Sorgen und diffuse Ängste das Prinzip Hoffnung und die Lust auf Morgenrot im grauen Nebel eines alle kreativen Ideen lähmenden Notstandsbewusstseins zu ersticken. Aber manchmal setzt, wer vermeintlich chancenlos ist, ungeahnte Produktivkräfte frei.

Sogar traditionell eher schwergängige Institutionen, in denen nicht selten die – über Generationen eingeschliffene – Macht der Gewohnheit den Alltag beherrscht. Stadttheater zum Beispiel. Insbesondere solche, die, von ihren dauerklammen Trägern kurz und kürzer gehalten, schon so gut wie abgeschrieben waren. Häuser wie das Volkstheater Rostock oder das Theater Hagen.

Es waren vor allem Schreckensmeldungen, die während der letzten Jahre von der Ostsee und aus Westfalen drangen: schrumpfende Budgets, Publikumsschwund, Personalabbau, veraltete Technik, mutlos agierende Kommunalpolitik. Denkbar schlechte Voraussetzungen, um sich auf das Wesentliche, das Spiel auf der Bühne, zu konzentrieren. Als Joachim Kümmritz 2016 aus Schwerin nach ...

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Opernwelt Juli 2019
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Albrecht Thiemann

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