Spanisches Allerlei

Nach fünfjähriger Bauzeit wurde das neue Teatro Auditorio in San Lorenzo del Escorial eröffnet

Opernwelt - Logo

Als im Juli unter den Augen des spanischen Königspaares das Teatro Auditorio in San Lorenzo del Escorial nahe Madrid eröffnet wurde, konnte man kaum von einem Routinevorgang sprechen. Der Bau stellt die ambitionierteste Erweiterung der kulturellen Infrastruktur in der spanischen Hauptstadtregion seit langer Zeit dar. Musiktheater, Konzerte, Tanz werden das Programm prägen. Und: Architektur wie Angebot sollen sich möglichst harmonisch in ein Umfeld einfügen, das zu den bedeutendsten historischen Stätten der spanischen Kultur zählt.


Mit einer Nutzfläche von 25 400 Quadratmetern ist der Komplex üppig dimensioniert. Unter anderem umfasst er zwei große Säle – die Sala Principal mit 1200 Plätzen (nur das Madrider Teatro Real ist größer) sowie eine Kammerbühne, die Sala de Cámara, für dreihundert Zuschauer. Die Kos­ten für die nun nach fünf Jahren abgeschlossenen Baumaßnahmen beliefen sich auf 65 Millionen Euro.
Einen Vorgeschmack auf das angestrebte künstlerische Niveau in dem von Estudio Picado-De Blas Arquitectos entworfenen Theater bot ein Inaugurationsfestival, dessen musikalisches Spektrum von Monteverdis Madrigalen (interpretiert von Con­certo Italiano unter Rinaldo Alessandrini) ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt November 2006
Rubrik: Magazin, Seite 33
von Rafael Banús

Vergriffen
Weitere Beiträge
Premiere

Er ist schon zu Lebzeiten eine Legende: der Schweizer Tenor Ernst Haefliger, berühmt als Evangelist besonders der Bach-Aufführungen von Karl Richter, aber auch als Mozart-Sänger und Liedgestalter, als Anwalt der Moderne, Prota­gonist zahlreicher Uraufführungen und nicht zuletzt als Pädagoge. Dem inzwischen siebenundachtzigjährigen Künstler wurde jetzt der erste...

Robert Wilson inszeniert Schönberg und sich selbst in Berlin

Es gab eine Zeit, da waren seine Licht-Zeremonien hilfreiche Antidote zur krampfhaft aktualisierenden, politisierenden, sich in Realismus verheddernden Opernbühne. Bei «Pelléas et Mélisande» und beim «Parsifal» klappte das besser als beim «Ring» oder bei «Aida». Doch Robert Wilsons Ästhetik hat sich überlebt. Das liegt, soweit es die Oper betrifft, vor allem daran,...

Erst mal bunt

An diesen Basler Start wird man noch eine Weile denken. Kaum dass die Aufführung von Sergej Prokofjews «Liebe zu den drei Orangen» fünf Minuten alt war, brach Armin Jordan an jenem Pult zusammen, an dem er von 1971 bis 1989 als Chef gewirkt hatte und jetzt nach siebzehn Jahren erstmals wieder erschienen war. Vier Tage nach diesem Saisoneröffnungsabend des neuen...