Sie lächeln wieder

Das Teatro La Fenice eröffnet seine Saison mit Verdis «Falstaff»

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Diese Oper gehört allen.» So deutlich und unverblümt sagt es Myung-Whun Chung in seiner kurzen Begrüßungsrede, zu der ihn der Bürgermeister Venedigs in die prächtig dekorierten Sale Apollinee gebeten hat. Der koreanische Dirigent kommt geradewegs von der erfolgreichen «Falstaff»-Premiere, mit der die neue Saison am Teatro La Fenice eröffnet worden ist. Wie so viele Male zuvor, ist Chung, der im Januar 70 wird, auch diesmal wieder vom Auditorium gefeiert worden. Den Erfolg widmet er allen, die an der Neuproduktion mitgewirkt haben.

Beim offiziellen Festessen, zu dem Fenice-Intendant Fortunato Ortombina eingeladen hat, sieht man indes nur ausgesuchte Teile des Publikums sowie Vertreter der nationalen und der Stadtregierung. 

Die Spielzeiteröffnung des Teatro La Fenice wird nicht mit dem gleichen offiziellen Prunk begangen wie die des Teatro alla Scala in Mailand am Ambrosius-Tag. Dennoch gerät sie diesmal zu einem außerordentlichen Ereignis, und das hat einen so schlichten wie schönen Grund: Nach zwei traurig-gequälten Corona-Spielzeiten ist das Lächeln zurückgekehrt. Auch deshalb hat die Theaterleitung Giuseppe Verdis letztes Bühnenwerk ausgesucht, seine einzige komische Oper nach ...

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Opernwelt Januar 2023
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Stefano Nardelli

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