Schwacher Einstieg

München, Staatstheater am Gärtnerplatz, Mozart: Die Hochzeit des Figaro

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Ulrich Peters hat zu Beginn seiner Intendanz am Gärtnerplatztheater auf einen großen Namen gesetzt und mit dem siebzigjährigen Alfred Kirchner (dessen Inszenierung der «Soldaten» 1987 in Frankfurt ebenso unvergessen ist wie sein «Lohengrin» auf dem Campingplatz in Oslo) dennoch nicht das große Los gezogen. An zwei zentralen Figuren wird die Crux der Inszenierung deutlich.

Sandra Moon als Gräfin müsste, einer scheußlichen braunen Lockenperücke und dem penetranten rosa Negligé, das sie den ganzen Abend trägt, zum Trotz, die komponierte Verzweiflung ihrer beiden Arien zum Ausdruck bringen und nicht nur angenehme Töne produzieren. Der schön, aber ebenso vielschichtig singende Stefan Sevenich wäre ein überzeugender Figaro, hätte der Regisseur seinen explosiven Spieltrieb gelenkt. Ähnlich unscharf gerät die Charakterzeichnung der übrigen Figuren: Die Susanna der Stefanie Kunschke ist bloß Kammerkätzchen mit Soubretten-Stimme; Susanne Drexl als Cherubino klappert zwar wunderbar mit den Zähnen und schlottert am ganzen Körper, wenn sie aus dem Kühlschrank befreit wird, in dem sie sich vor dem Grafen verstecken musste, aber die Erotik der Figur bleibt reduziert auf neckische Flirts. Gary ...

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Opernwelt Dezember 2007
Rubrik: Panorama, Seite 46
von Klaus Kalchschmid

Vergriffen
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