Scherzissimo

Martinu: Mirandolina in Garsington

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Das Jahr 2009 ist ein Jahr der Komponisten­jubiläen – man denke nur an Henry Purcell, Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn und Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Interesse an dem vor 50 Jahren verstorbenen Tschechen Bohuslav Martinu freilich hält sich noch immer in engen Grenzen. Dabei weist Martinus umfangreiches Werkverzeichnis allein 14 Opern auf; ­einige sind zugegebenermaßen sehr kurz, viele hätten entschieden mehr Aufmerksamkeit verdient. Zu Letzteren zählt die späte komische Oper «Mirandolina», die 1959, kurz vor Martinus Tod, in Prag uraufgeführt wurde.

Sie basiert auf «La locandiera», einem der besten Stücke des venezianischen Komödiendichters Carlo Goldoni. Im Rahmen des Garsington Festivals kam das Werk nun erstmals in Großbritannien heraus – vor sieben Jahren war es bereits im irischen Wexford ausgegraben worden.
Mirandolina ist die Betreiberin eines italienischen Gasthofes und das Liebesziel einiger ­ihrer männlichen Gäste. Um die Gunst der Dame wetteifern unter anderen der mittellose Marquis Forlimpopoli und der eitle Graf Albafiorita, während der Cavaliere Ripafratta, ein dezidierter Misogyn, sie keines Blickes würdigt. Mirandolina wiederum lässt ihren treuen, aber ...

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Opernwelt August 2009
Rubrik: Panorama, Seite 44
von George Hall

Vergriffen
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