Pure Neugier
Herr Spuck, was hat Sie bewogen, sich der Oper zuzuwenden? Ein äußerlicher Anlass? Innere Notwendigkeit?
Neugierde. Faszination eines Metiers, das ich schon immer mochte. Einer der Gründe, weswegen ich vor drei Jahren am Theater Heidelberg die Oper «Berenice» von Johannes Maria Staud inszeniert habe, war der Wunsch, intensiver an der Entwicklung der Bühnenfiguren zu arbeiten. Ich hatte eben in Stuttgart mit «Lulu» mein erstes abendfüllendes Ballett choreografiert und dabei den Eindruck, die Charaktere nicht stark genug entwickelt zu haben.
Bei der Oper hoffte ich, das besser, genauer zu machen und dazuzulernen.
«Berenice» war nicht wirklich Ihre erste Opernarbeit. Eigentlich haben Sie sich schon als Assistent von Marco Santi mit dem Metier vertraut gemacht.
Das ist insofern richtig, als wir Rameaus «Les Boréades» im Alten Theaterhaus mit Frieder Bernius und dem Stuttgarter Barockorchester und zwei Jahre später «Les Indes galantes» in einer nur leicht gekürzten Fassung mit demselben Team im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg erarbeitet haben. Bei beiden Werken handelte es sich allerdings weniger um Inszenierungen als um choreografische Arbeiten im Rahmen konzertanter Aufführungen. ...
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Es waren Momente der Magie und des Staunens. Hinter der tschechischen Grenze, so glaubten wir Kinder, begann die Welt unserer Träume. Stunden verbrachten wir vor Märchenverfilmungen aus der CSSR, später entzückte uns Pan Tau, der Magier mit Melone, der die Menschen liebte. Und in der Schule begannen wir zu träumen, wenn der Musiklehrer Smetanas «Moldau» auflegte –...
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