Praxistest nicht bestanden
Es gab wohl kein Zurück mehr. Als Katharina Wagner, die vorgesehene Regisseurin, ihre Arbeit niederlegte, bevor die Proben beginnen konnten, hätte die Intendanz des ruhmreichen Teatro Colón in Buenos Aires, das sich auf eine lange Wagner-Tradition berufen kann, das Projekt einer Kurzfassung des «Ring des Nibelungen» noch einmal überdenken können.
Doch zu sehr war die mediale Aufmerksamkeit auf dieses «Event» schon aufgeheizt worden, zu viele mit dessen Vermarktung befasste Partner saßen mit im Boot, als dass man sich noch hätte aus der Affäre ziehen und eine große Blamage verhindern können.
Denn eine solche ist dieser jetzt auf 4 DVDs vorliegende, knapp siebenstündige «Colón-Ring», dessen Fassung der renommierte Klavierbegleiter und langjährige Produzent Cord Garben erstellt hat. Er ist stolz darauf, bei dieser Amputation nur wenige Noten des Meisters geändert zu haben, aber über den Sinn des Musikdramas hat er sich zu wenige Gedanken gemacht. Durch seine Striche – der ganze «Siegfried» dauert nur noch eine gute Stunde! – stehen viele, zu viele Szenen völlig im leeren Raum. Dass Rollen wie Donner, Froh und die Nornen kurzerhand eliminiert wurden, mag noch angehen. Doch ohne Erda und ...
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Opernwelt August 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 32
von Ekkehard Pluta
arte
2.8. – 5.10 Uhr
Max Emanuel Cencic
singt Vivaldi und Caldara. Il Pomo d’Oro, Riccardo Minasi.
4.8. – 12.25 Uhr (1)
21.8. – 6.00 Uhr (1)
11.8. – 12.30 Uhr (2)
23.8. – 6.00 Uhr (2)
18.8. – 12.30 Uhr (3)
22.8. – 6.00 Uhr (3)
25.8. – 12.40 Uhr (4)
Wagner versus Verdi.
Dokumentation. 1. Die Revolutionäre. Film von Pepe Pippig. 2. Verdis Welt. Film von Anna Schmidt. 3. Die...
«In jedem Gedicht findet er den für ihn entscheidenden Dreh- und Angelpunkt, entwickelt einen zutiefst originellen Gedanken, und schon ist der (manchmal durchaus banale) poetische Gehalt pointiert, überhöht und in die Stratosphäre katapultiert.» Treffende Worte des Liedbegleiters Eric Schneider im CD-Begleitheft, der Christiane Oelze in diesem Querschnitt durch das...
Herr Pisaroni, Ihre Popularität in Deutschland ist nicht so hoch wie die von Ildebrando d’Arcangelo oder Erwin Schrott. Braucht man immer noch CDs, um berühmt zu werden?
Sieht fast so aus. Jonas Kaufmann hat mir einmal gesagt: «Mich gibt es doch schon so viele Jahre! Jetzt plötzlich erst geht es los.» Das lag an seinen CDs, mit denen er spät angefangen hat. Dass ich...
