Plädoyers für die Landessprache

Historische Opernaufnahmen aus Deutschland, Italien, Schweden und England

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In einer Zeit, in der jedes deutsche Provinztheater «Jenufa» auf Tschechisch und «Eugen Onegin» auf Russisch spielt, wobei die Sänger, die sich ihren Text phonetisch eingehämmert haben, nicht verstehen, was sie singen (und das Publikum erst recht nicht), ist die Renaissance der Rundfunkaufnahmen aus der Zeit des Wirtschaftswunders ein heilsames Korrektiv. Statt der Schimäre des Authentischen nachzujagen, hat man sich damals auf die Vermittlung des musikdramatischen Inhalts konzentriert und die deutsche Sprache dabei nicht als Hindernis, sondern als Katalysator empfunden.

In anderen Ländern hat man mit dem Einsatz der Muttersprache auch weiterhin keine Probleme, wie die bis heute erfolgreiche Serie «Opera in English» bei Chandos zeigt. Fünf CD-Veröffentlichungen von europäischen Funkproduktionen, die ursprünglich nur für den Sendebedarf gedacht waren, plädieren mehr oder minder überzeugend für den Gebrauch der Landessprache. 
Ein sehr frühes Dokument kulturellen Wiederaufbaus hat jetzt das Schweizer Label Relief mit einem vom NWDR (später NDR) produzierten «Faust» aus dem Jahr 1949 erstmals komplett veröffentlicht. Gounods Oper wird hier unter Wilhelm Schüchters kompetenter Leitung ...

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Opernwelt Februar 2009
Rubrik: Medien/CDs, Seite 23
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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