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JUBILARE
Julia Varady gab ihr Debüt 1962 an der Ungarischen Staatsoper Cluj, wo sie beispielsweise als Orpheus in Glucks «Orfeo ed Euridice» und Fiordiligi in Mozarts «Così fan tutte» auf sich aufmerksam machte. Christoph von Dohnányi holte die Sängerin 1970 – sie hatte inzwischen den Wechsel ins Sopranfach vollzogen – an die Frankfurter Oper. 1971 wurde Varady bei den Münchner Opernfestspielen als Vitellia, eine ihrer Paraderollen, in Mozarts «La clemenza di Tito» umjubelt und von der Bayerischen Staatsoper unter Vertrag genommen.

Dem Haus blieb sie über drei Jahrzehnte eng verbunden. Ab 1978 trat sie regelmäßig an der Deutschen Oper Berlin auf. Die Künstlerin war ein weltweit gefragter Gast, gefeiert am Londoner Royal Opera House, bei den Festspielen von Edinburgh und Salzburg wie an der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala und der Opéra national de Paris. In der Spielzeit 1977/78 debütierte Varady an der New Yorker Met als Donna Elvira. Bei der Uraufführung von Aribert Reimanns «Lear» (1978 in München an der Seite von Dietrich Fischer-Dieskau in der Titelrolle, mit dem sie von 1977 bis zu seinem Tod 2012 verheiratet war) triumphierte sie als Cordelia. 1997 nahm die gebürtige ...

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Opernwelt September/Oktober 2026
Rubrik: Service, Seite 76
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