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JUBILARE
Marisa Galvany, die am 19. Juni 90 Jahre alt wird, kam 1936 in Paterson im US-Bundesstaat New Jersey als Tochter osteuropäischer Einwanderer zur Welt und debütierte 1968 an der Seattle Opera als Tosca. Auch ihr internationales Debüt gab sie in einer Titelrolle: als Aida 1972 am Palacio de Bellas Artes in Mexico City.
Von 1972 bis 1983 war sie regelmäßig in Produktionen der New York City Opera (NYCO) zu erleben, zuerst als Elisabetta in Donizettis «Maria Stuarda» an der Seite von Beverly Sills, später in zahlreichen Verdi-Partien, aber auch als Titelheldin in Luigi Cherubinis «Médée». Als Norma gab sie 1979 ihren Einstand an der New Yorker Met. Ab Mitte der 1980er-Jahre erweiterte Galvany ihr Repertoire um Mezzosopran-Rollen wie Amneris oder Carmen und trat bis zu ihrem Rückzug von der Bühne Anfang der 2000er-Jahre regelmäßig mit der New York Grand Opera (NYGO) auf. Zu den Stationen von Galvanys internationaler Karriere zählen unter anderem die Oper Frankfurt, das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, das Prager Nationaltheater sowie Opernhäuser in Brasilien und Vene -zuela. Wir wünschen nun Happy Birthday!
Edo de Waart studierte Oboe, Klavier und Dirigieren am ...
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Opernwelt Juni 2026
Rubrik: Service, Seite 70
von
Giacomo Puccinis «Madama Butterfly» ist eine Oper der zwei Geschwindigkeiten. Das knappe Orchestervorspiel zum ersten Akt gleicht einem atemlosen Anfang des kontrapunktischen Hinterherlaufens der Einsätze, kündet mit seinem vierstimmigen Fugato von manischem Getrieben-Sein, von einer rastlosen westlichen Gesellschaft. Knapp 40 Jahre zuvor war bereits Bedřich...
Es ist leicht, sich über diese Inszenierung lustig zu machen. Leider ist es auch unvermeidlich. Ideologischer Unsinn prägt seit Jahrzehnten das deutsche Theater, aber was Cottbus mit diesem frühen Verdi anbietet, übertrifft die gängigen Muster bei Weitem, insofern Irrsinn als Steigerung von Unsinn betrachtet werden kann.
Abigaille ist zweifellos die wichtigste,...
Animosität gegenüber Intellektuellen gehört unter Musikern zum guten Ton. «Musiker lesen wenig; und doch kenne ich keine Kunstart, in der Lektüre und Reflexion dringlicher vonnöten wäre», meinte schon Rousseau. Die seltene Ausnahme des denkenden Musikers verkörperte Peter Gülke, und doch zogen Interpreten wie Wissenschaftler respektvoll vor ihm den Hut. Weil der...
