Party bei Macron

Rameau: Les Fêtes d’Hébé an der Opéra comique Paris

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Paris zur Weihnachtszeit, das ist ein Wettkampf der ganz besonderen Art. Zwei große Luxuskaufhäuser buhlen um Aufmerksamkeit, indem sie ihre Schaufenster aufwendigst dekorieren. Da klingt und swingt es nonstop, Märchenfiguren springen und tanzen in einem Wald voller Geschenke. Und auch die Kulturinstitutionen geben sich versöhnlich-weihnachtlich: mehr Musical, mehr Nussknacker-Ballett geht kaum.

Die altehrwürdige Opéra Comique, einen Steinwurf von den Grand Boulevards mit ihrem Weihnachtsschaufensterzirkus entfernt, hatte sich diesen Dezember hingegen für Ra -meaus 1739 an der Seine uraufgeführte Ballettoper «Les Fêtes d’Hébé» entschieden.

Hébé, Göttin der Jugend, langweilt sich im Olymp und steigt in irdische Tiefen hinab, wo ihr Dichtkunst, Musik und Tanz allerlei darbieten. Das Stück mischt auf wunderbare Weise Allegorisches mit einem Bündel Liebesverwicklungen, die sich kaum nacherzählen lassen und auch schwierig zu inszenieren sind. Robert Carsen beginnt den Abend mit einer Idee, die völlig naheliegend ist, man muss halt nur drauf kommen. Wir sehen eine Partygesellschaft, der Ort erinnert an – ja, woran? Ah, klar! Da stehen tatsächlich Emmanuel Macron nebst Gattin Brigitte: ...

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Opernwelt Februar 2025
Rubrik: Panorama, Seite 34
von Jörn Florian Fuchs

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