Opernhaus des Jahres 2024

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Søren Kierkegaard könnte helfen. In seinem Traktat «Die Wiederholung» bat er seine Leserinnen und Leser fast inständig darum, nicht an Dingen zu verzweifeln, die immer wieder aufs Neue vor ihnen stünden und sie an die Vergänglichkeit des Seins erinnerten. Man müsse, so der dänische Philosoph, Prosaist und dialektisch begabte, evangelisch-lutherische Theologe (dem wir ja auch einen der gedankenreichsten Essays über Mozarts «Don Giovanni» verdanken), die Courage besitzen, Wiederholung als etwas Schönes zu akzeptieren, als etwas, das zu unserem Dasein zwingend dazugehört.

Legt man diesen Gedanken zugrunde, dann darf man auch die Tatsache, dass die Oper Frankfurt zum dritten Mal hintereinander den Titel «Opernhaus des Jahres» einheimst, als eine genuin positive betrachten. Zumal sich das Haus am Main diesen Titel auch in der abgelaufenen Spielzeit durch eine mutige Stückauswahl, durch eindrückliche Regiehandschriften sowie ein erklecklich hohes musikalisches Niveau verdient hat. Verdeutlicht wird das auch dadurch, dass an der Oper Frankfurt die «Regisseurin des Jahres» (Lydia Steier) inszenierte, dass der Musentempel Ort einer der fünf (!) «Aufführungen des Jahres» war, dass hier der ...

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Opernwelt Jahrbuch 2024
Rubrik: Opernhaus des Jahres, Seite 4
von

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