Offenbach: Die Rheinnixen

Bremerhaven, Offenbach: Die Rheinnixen

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Wieder ist es – nach Trier und Cottbus – eine der kleineren deutschen Bühnen, die sich der 2002 in Montpellier wiederbelebten «Rheinnixen» von Jacques Offenbach annimmt. Kapellmeister Hartmut Brüsch hat das mit dreieinhalb Stunden reiner Spieldauer überlange Werk auf (inklusive Pause) zweieinhalb Stunden gekürzt und damit eine prak­tikable, handhabbare Fassung geschaffen, ohne dem Stück Wesent­liches zu nehmen. Auch in dieser verknappten Version bleibt der Facettenreichtum der Partitur erhalten.

Orches­ter, Chor und Solisten liefern eine ebenso vitale wie konzentrierte Wiedergabe, bis das musikalisch glanzvolle Finale das Publikum geradezu von den Sitzen reißt.

Anders als die Trierer Produktion, in der die Grausamkeiten des Krieges blutig ausgestellt wurden, setzen Regisseur Peter Grisebach und sein Ausstatter Mar­cel Zaba auf Bilder, die im Rahmen des ästhetisch Unverfänglichen bleiben. Die Massenvergewaltigung durch die Landsknechte etwa wird eher symbolhaft angedeutet als realistisch vorgeführt. Grisebach und Zaba beweisen, dass Offenbachs Musik keine szenische Übersetzung ins Brutale braucht, auch keinen Transfer in unsere Gegenwart. Das idealisierte Biedermeier, in dem das ...

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Opernwelt Februar 2008
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 50
von Gerhart Asche

Vergriffen
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