... Neue Musik
Frau Saariaho, brauchen Sie die Oper, um ein größeres Publikum zu erreichen?
Ja, so ist es. Denn die Oper bringt ja nicht nur ein größeres Publikum, sondern auch ein gemischteres. Und sie bringt die großen Dirigenten. Wenn es gute Aufführungen sind, ist die Oper für viele Menschen ein gut zugängliches Medium. Von «L’Amour de loin» gab es immerhin acht Produktionen. Es gibt sogar Opern-Fans, die alles sehen wollen, was ich für die Oper komponiert habe. Solche Erfahrungen mache ich im Konzert nicht.
Sind Sie selbst ein Opern-Fan?
Nicht wirklich.
Ich liebe gute Musik – gern in kleineren, intimeren Besetzungen. Was mich für die Oper begeistert, ist die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern. Als Komponistin bin ja ich meistens allein, und zwar für Jahre. Erst während der Vorbereitungen zu einer Premiere öffne ich mich für andere. Wenn eine Zusammenarbeit erfolgreich ist, kann das eine magische Erfahrung sein.
Was befremdet Sie an der Oper?
Viel! Die schwergängige Maschinerie, die big names und die big egos, auch das viele Geld, das man dafür braucht. Außerdem glaube ich, dass es zu viele Produktionen gibt, die niemanden wirklich glücklich machen, vor allem, wenn die Inszenierungen zu ...
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Opernwelt September/Oktober 2012
Rubrik: Apropos, Seite 103
von Kai Luehrs-Kaiser
Unterschiedlicher können Lebensschicksale nicht sein, als die von Lorenzo Da Ponte und Emanuel Schikaneder – dem 1749 im Juden-Ghetto des venezianischen Ceneda unter dem Namen Emanuele Conegliano geborenen Da Ponte und dem 1751 als Domestikensohn im bayerischen Straubing zur Welt gekommenen Schikaneder. Dass sie heute nicht vergessen sind, verdanken sie einzig...
Impressum
53. Jahrgang Nr. 9/10
Opernwelt wird herausgegeben
vom Friedrich Berlin Verlag
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752247
Redaktion Opernwelt
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www.opernwelt.de
Redaktionsschluss dieser Ausgabe war
der 14.08.2012.
Redaktion:
Stephan Mösch
Albrecht...
In den Medien gelte Kärnten nunmehr als «Land der Gauner und der Narren», klagte dieser Tage ein in die Politik gewechselter Journalist in einer renommierten Wiener Tageszeitung. Er spielte damit nicht nur auf die alljährlich vor allem die Stammtische erheiternde Fernsehübertragung des «Villacher Fasching» an, eine Art alpenländisches «Mainz, wie es singt und...
