... Neue Musik

Apropos ... Neue Musik: Kaija Saariaho

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Frau Saariaho, brauchen Sie die Oper, um ein größeres Publikum zu erreichen?
Ja, so ist es. Denn die Oper bringt ja nicht nur ein größeres Publikum, sondern auch ein gemischteres. Und sie bringt die großen Dirigenten. Wenn es gute Aufführungen sind, ist die Oper für viele Menschen ein gut zugängliches Medium. Von «L’Amour de loin» gab es immerhin acht Produktionen. Es gibt sogar Opern-Fans, die alles sehen wollen, was ich für die Oper komponiert habe. Solche Erfahrungen mache ich im Konzert nicht.

Sind Sie selbst ein Opern-Fan?
Nicht wirklich.

Ich liebe gute Musik – gern in kleineren, intimeren Besetzungen. Was mich für die Oper begeistert, ist die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern. Als Komponistin bin ja ich meistens allein, und zwar für Jahre. Erst während der Vorbereitungen zu einer Premiere öffne ich mich für andere. Wenn eine Zusammenarbeit erfolgreich ist, kann das eine magische Erfahrung sein.

Was befremdet Sie an der Oper?
Viel! Die schwergängige Maschinerie, die big names und die big egos, auch das viele Geld, das man dafür braucht. Außerdem glaube ich, dass es zu viele Produktionen gibt, die niemanden wirklich glücklich machen, vor allem, wenn die Inszenierungen zu ...

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Opernwelt September/Oktober 2012
Rubrik: Apropos, Seite 103
von Kai Luehrs-Kaiser

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53. Jahrgang Nr. 9/10

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der 14.08.2012.

 

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