Neapolitanischer Sonderweg
Der Siegeszug der Barockoper auf dem modernen Musiktheater kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nur ein schmaler Ausschnitt aus der riesigen Überlieferung ist, der bisher wieder zum Leben erweckt wurde. Eine Statistik für die Jahre 1980 bis 2003 dokumentiert, dass genau die Hälfte der insgesamt 3320 Produktionen auf vier Komponisten entfällt: Händel, den jungen Mozart, Gluck und Monteverdi. Dieser Trend dürfte sich seither nicht verändert haben. Ganze Bereiche barocker Opernschätze liegen weiterhin im Dunkeln.
Das betrifft neben der Sonderform der französischen Tragédie lyrique vor allem die Grauzone im Übergang vom venezianischen Früh- zum neapolitanischen Hochbarock, als sich unter dem Einfluss der Arkadier allmählich die dann in den 1720er-Jahren von Metastasio kodifizierte Seria mit ihrer streng normierten Abfolge von Rezitativ und Abgangsarie herausbildet.
Zu den ins Abseits geratenen Komponisten gehört auch Alessandro Scarlatti (1660-1725). Man kennt ihn als Schöpfer der weltlichen Solokantate und als Oratorienkomponist. Seine insgesamt 115 Opern allerdings sind gründlich vergessen. Die erste schrieb er 1679 für das Teatro Caprancica in Rom, die letzte, die ...
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Opernwelt Januar 2012
Rubrik: Im Focus, Seite 16
von Uwe Schweikert und Carlo Vitali
Europäische Leser mögen nach wie vor staunen, dass es in Australien für fast 23 Millionen Einwohner nur eine einzige «nationale» Opernkompanie gibt: Opera Australia (OA), die ausschließlich in Sydney und Melbourne spielt. Selbst wenn man die in den Hauptstädten von vier Bundesstaaten beheimateten «Teilzeit»-Truppen nebst einigen Spezialensembles hinzuzählt – etwa...
Vor einigen Jahren erfüllte sich Ronald Stanton einen außergewöhnlichen Wunsch. 1987, mehr als zwanzig Jahre zuvor, hatte der New Yorker Geschäftsmann einen Opernabend erlebt, der sein Leben veränderte: die Aufführung von Jean-Baptiste Lullys Oper «Atys», mit der Frankreich damals den 300. Todestag des Komponisten würdigte. Nun, mit über 80, wollte Stanton diesen...
ARTE
1.1. – 7.00 Uhr
Silvesterkonzert 2007 aus Caracas.
Sinfónica de la Juventud Venezolana Simón Bolívar, Venezuelan Brass Ensemble, Alexis Cárdenas und Ensemble, Gustavo Dudamel.
1.1. – 9.45 Uhr
Opening Gala der Los Angeles Philharmonic.
Musikalische Leitung: Gustavo Dudamel. Solist: Herbie Hancock.
1.1. – 12.10 Uhr/18.25 Uhr
Das Neujahrskonzert 2012.
Live aus dem Teatro...
