Musikalisch stark
Es ist ein Opernabend für Fortgeschrittene, den das Theater Bremen mit seiner neuen «Butterfly»-Produktion dem Publikum präsentiert. Denn man muss das Stück schon recht genau kennen, will man den Ideen der Regisseurin und ihrer Umsetzung folgen. Puccinis Oper sei, so erklärte es Ulrike Schwab in einem Vorab-Interview, «ein Stück über Frauen und nicht nur über eine Frau». Aus diesem Gedanken heraus sei ihr Konzept mit nicht nur einer Titelheldin, sondern gleich drei Cio-Cio Sans entstanden, die den ganzen Abend gleichzeitig auf der Bühne stehen.
Und so sieht man sich auf der von Rebekka Dornhege Reyes klug konzipierten Bühne mit drei Sängerinnen konfrontiert, die unabhängig voneinander in drei voneinander getrennten Räumen agieren und jeweils Teile der Partie übernehmen.
Das mag aus feministischer Sicht sinnvoll sein. Aus musikalischer ist es das nicht. Es entstehen Momentaufnahmen, die aber keine Entwicklung einer Person ergeben. Dazu sind die Stimmcharaktere der drei Rollenvertreterinnen zu unterschiedlich: Angela Jiyoung Shin verfügt als Cio-Cio San I über einen leichten Soubrettensopran, der manchmal Schwierigkeiten hat, über das Orchester hinwegzukommen; sie hat allerdings ...
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Opernwelt November 2025
Rubrik: Panorama, Seite 52
von Gerhart Asche
alpha
02.11. – 21.50 Uhr Bayreuth Baroque Opera Festival 2025
Malena Ernman: Terra Mater
Beim Konzert «Terra Mater» bringt Christina Pluhar mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata eine Hymne an die Schöpfung in barockem Klanggewand auf die Bühne. Als Partnerin hat sich die Alte Musik-Spezialistin mit der schwedischen Mezzosopranistin Malena Ernman eine vielschichtige...
Die Himmelfahrt ist abgesagt. Umsonst klimpert sich die Harfe in den letzten Takten des «Fliegenden Holländers» ins Paradies. In Osnabrück sendet noch ein Lichtkegel den Segen des Himmels in den wirbelnden Abgrund von Dennis Krauß. In Gelsenkirchen landet der Himmel mitsamt Schiff und Holländer am Ende direkt in der Tonne. Senta hat bei Regisseur Igor Pison...
Mariandl mag net. «Nein, nein, i trink kein Wein», ziert sich die Kammerzofe alias Octavian im dritten Akt von Strauss’ musika -lischer Komödie «Der Rosenkavalier» vor Baron Ochs auf Lerchenau, der sie betrunken (und damit willig) machen möchte. Die Dirigentin am Zürcher Opernhaus, das soeben von dieser Zeitschrift zum «Opernhaus des Jahres» gekürt wurde, darf sich...
