Mode im Foyer und Cantophonübungen
Mode im Foyer
Neuer Stil in der Herren-Mode und ein ernstzunehmender Vorschlag über ein so genanntes «ever-jacket» – das also auch im Theater getragen werden sollte –, ermutigen mich, an dieser Stelle wieder – wie im Januar – die Herren-Mode im Foyer zu besprechen. Damit erledigen sich die mir zugegangenen Anfragen über die Preise allzu kostspieliger Garderobe fürs Theater.
Es gibt neuerdings eine so genannte «haute-confection» – also fertig gekaufte und nicht maßgeschneiderte, elegante und anspruchsvollere Garderobe auch fürs Theater.
D’Avenza, eine Vereinigung von US-Fachleuten der Mode und einige ausgesuchte italienische Tuchfabriken, haben folgenden Weg beschritten: nicht mehr der Herren-Maß-Schneider kleidet den Herrn, sondern ein ganzes Team arbeitet, indem es zunächst den sogenannten Stilisten (stylists) aufgibt, die Einzelteile entsprechend zu entwerfen. Einige machen nur Ärmel, andere sind um eine besonders elegante Schulter bemüht, wieder andere entwerfen die Revers oder schneidern den Rücken. Ähnlich wird bei den Farben verfahren: ein weiteres Team sucht die passenden Farbzusammenstellungen aus für Revers, das Anzugtuch, das Futter oder die Ärmelaufschläge. Ja – ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Wenn man als Operndirektor eine junge Sängerin, die im internationalen Geschäft noch keinen Namen hat, mit der Titelpartie in Puccinis «Madama Butterfly» betraut und davon überzeugt ist, dass sie diese Partie nicht nur am Premierenabend, sondern im Laufe der Saison zwanzigmal singen und spielen kann, wird einem von verschiedener Seite viel Mut zum Risiko...
Kaum ein Sänger hat in jüngster Zeit Publikum und Kritik so fasziniert und zu beinahe widerspruchsloser Zustimmung bewegt wie der lyrische Bariton Christian Gerhaher. Diese Widerspruchslosigkeit ist für ihn selbst freilich keine reine Freude, ja erfüllt ihn mit leichtem Misstrauen dem Publikum, vor allem aber sich selbst gegenüber. Sollte seine Gesangskunst einem...
Herr Meyer, in einem Interview sagten Sie, das Budget der Staatsoper sei «nicht in Ordnung» – die Wiener Staatsoper erhalte zur Zeit nicht einmal die Hälfte der Subvention der Pariser Oper. Glauben Sie, das ändern zu können?
Was ich gemeint habe, ist, dass die Staatsoper seit Jahren keine Erhöhung bekommen hat. Auch wenn die Inflation in den letzten 20 Jahren ...
