Mitten im Geschehen

Aribert Reimanns «Lear» als Mitschnitt aus der Oper Frankfurt

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Was muss ein Stoff haben, damit eine Oper aus ihm werden kann? Aribert Reimann hat diese Frage für sich so beantwortet: «gleichnishaften Ewigkeitswert». In seinen Bühnenwerken ist daher der Mensch das Maß der Dinge. Er ist Thema, Anlass, Gegenstand – und zwar als singend sich äußernde und entäußernde Figur. Darin dürfte ein wesentlicher Grund dafür liegen, dass diese Stücke auch nach den Uraufführungen weitergespielt werden, ja dass es von «Melusine» oder «Gespenstersonate» seit Jahrzehnten immer wieder und weit über Deutschland hinaus Aufführungsserien gibt.

«Lear» schlägt in dieser Hinsicht alle Rekorde. Die Uraufführung fand 1978 im Münchner Nationaltheater statt. Seitdem hat das Stück mehr als zwanzig Neuproduktionen erlebt und zwar an Häusern jeder Größenordnung: Amsterdam, London und San Francisco sind ebenso darunter wie Nürnberg und Oldenburg.
An der Oper Frankfurt lieferte Sebastian Weigle mit «Lear» seinen Einstand als Generalmusikdirektor. Die Aufführung wurde in dieser Zeitschrift ausführlich besprochen (siehe OW 11/2008). Aus vier Vorstellungen im Herbst 2008 hat das Label Oehms jetzt einen Live-Mitschnitt destilliert und auf CD veröffentlicht. Es soll der Beginn einer ...

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Opernwelt Juli 2009
Rubrik: Medien/CDs, Seite 29
von Stephan Mösch

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