Mit Rückendeckung

Zum 75. Geburtstag gönnt sich das Staatstheater Saarbrücken neue Bühnentechnik – und eine opulente «Tosca» zur Wiedereröffnung

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Fünfzehn Millionen Euro hat das Saarland in sein Staatstheater investiert. Und damit die Qualität des Hauses spürbar verbessert. «Auf den ersten Blick erstaunlich für ein Haushaltsnotstandsland», findet selbst Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Dass sich das einst von den Nazis als «Bollwerk gegen den französischen Kulturbolschewismus» gebaute Haus nach turbulenten Jahren wieder stabilisieren würde, war lange nicht ausgemacht.

2005 hatte Intendant Kurt-Josef Schildknecht erbost den Bettel hingeworfen: Die Politik verlangte ihm eine Kürzung des 24,5-Millionen-Euro-Etats um ein Viertel ab. Düstere Prognosen begleiteten die neue Chefin Dagmar Schlingmann, die vom Schauspiel-Theater Konstanz auf die Kommandobrücke des Mehrspartenhauses wechselte. Mit Operndirektor Berthold Schneider zeigte sie schnell, dass man auch mit reduzierten Mitteln qualitätsvolles Theater machen kann. Es gelang ihr, einen Teil der Sparvorgaben abzuwenden und das Angebot wieder auszuweiten.

Weil auch das Publikum mitzog, erarbeitete sich die Theater-Chefin eine starke Position – die dem Haus jetzt zugute kommt. Um Schlingmanns Abwanderungsgelüste nach Bonn zu bremsen, schaltete sich 2011 sogar die ...

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Opernwelt Januar 2014
Rubrik: Magazin, Seite 67
von Dieter Lintz

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