Magie des Theaters

Verdi: Otello
REGENSBURG | THEATER

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Irgendwann einmal wird man hoffentlich nicht mehr erzählen, wie eine Operninszenierung mit den herrschenden Hygieneregeln umgeht. Aber noch ist es interessant zu sehen, dass es kluge Lösungen gibt, die nichts von einem Behelf haben, die in sich sinnstiftend sind. Fällt es noch relativ leicht, die Solisten auf Abstand zueinander auf der Bühne zu halten, so bleiben zwei Probleme: der Chor und das Orchester. Das man auch dies lösen kann, zeigt das Theater Regensburg mit Verdis «Otello».

Bemerkenswert ist zunächst, dass ein Haus von der Größe des Theaters Regensburg die Besetzung (und das sehr überzeugend) ausschließlich mit Ensemblemitgliedern gewährleisten kann, selbst die der Titelpartie. Im Graben sitzen zwar nur 21 Musiker, aber bis auf wenige Stellen, in denen es schon ein paar Geigen mehr sein dürften, formt der Regensburger Generalmusikdirektor Chin-Chao Lin wieder einmal ein schönes Beispiel für zupackende, aufregende Theatermusik.

Den Chor räumt Regisseurin Verena Stoiber sorgfältig auf. Sophia Schneider hat ihm eine Wand mit 30 Waben in drei Etagen gebaut, aus denen heraus bienenfleißig gerade nach vorne gesungen wird, eine beeindruckende Klangfläche, die, dreht man sie um, ...

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Opernwelt November 2020
Rubrik: Panorama, Seite 44
von Egbert Tholl

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