Lortzing, Verdi, Offenbach, Henze

Orfeo wird in den Archiven der Salzburger Festspiele und der Wiener Staatsoper fündig

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Die Aufführung von «Hoffmanns Erzählungen» unter James Levine und Jean-Pierre Ponnelle bei den Salzburger Festspielen war ein Novum, das bei der Premiere 1980 überwiegend kritisch aufgenommen wurde. Erst im Folgejahr stellte sich, nach einigen Umbesetzungen und regielichen Revisionen, der ganz große Erfolg ein. Dass er berechtigt war, lässt sich auf dem jetzt bei Orfeo vorliegenden Mitschnitt zumindest akustisch nachvollziehen.

Levine und Ponnelle konnten auf die zwei Jahre zuvor veröffentlichte kritische Neuausgabe Fritz Oesers zurückgreifen, von der sie allerdings sehr behutsamen Gebrauch machten. Im Klartext: Sie stellten eine Salzburger Mischfassung her, die aus der Choudens-Ausgabe einige Highlights wie die Diamanten-Arie und das Final-Sextett des Giulietta-Aktes beibehielt und aus Oesers Schatzkästlein vor allem die bis dato unbekannten Arien der Nicklausse übernahm.

Ann Murray wusste diese Chance zu nutzen. Sie wirft sich mit Temperament und Spiellaune auf die nun wesentlich erweiterte Partie, brilliert in dem leichtfüßigen Chanson des Olympia-Aktes und singt die Arie des Antonia-Aktes mit der nötigen Wärme. Catherine Malfitano bewältigt alle vier Frauenrollen souverän, ...

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Opernwelt März 2010
Rubrik: Medien/CDs, Seite 25
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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