Liebevoll ausgestellt
Betonquadergleich trotzt das Gebilde der Stadtsilhouette. Als Lichtspielhaus lässt es sich längst nicht mehr bezeichnen, eher als Kintopp-Supermarkt, als Abspielanlage für Blockbuster. Umso attraktiver für immer mehr Cineasten die kleinen, feinen Kinos. So eines wie das Neue Rex, westlich des Münchner Stadtzentrums gelegen und nun auf die Bühne des Prinzregententheaters kopiert. Axel Ranisch, wer will es dem Kinomann («Dicke Mädchen») und TV-Verstörer («Tatort: Babbeldasch») verübeln, fängt dort an, wo er sich zu Hause fühlt.
Sein Kniff ist ja nicht neu: Das Putzen, Popcorn-Herstellen, Kartenabreißen und Vorführen wird irgendwann gestört, durchdrungen von eben jenen, die eigentlich zur schwarz-weißen Zweidimensionalität verdammt sind. Woody Allen hat das in «The Purple Rose of Cairo» wunderbar durchgespielt. Ranisch nimmt es auf und überdreht das in einen anderen Humor – den von Monty Python’s «Ritter der Kokosnuss».
Irgendeinen Kunstgriff braucht es schließlich für Joseph Haydns «Orlando Paladino». Nikolaus Harnoncourt adelte das «Dramma eroicomico» zur besten Oper seiner Zeit. Vermeintlich klafft da allerdings eine Lücke – zwischen der Experimentierlust Haydns und einer krausen ...
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Opernwelt September/Oktober 2018
Rubrik: Panorama, Seite 59
von Markus Thiel
Es ist schon merkwürdig, dass die größten Wachstumsraten im Bereich der britischen Opernszene auf dem Lande zu verzeichnen sind. Jeden Sommer scheinen abseits der Städte neue Festivals aus dem Boden zu schießen und sich die bereits bestehenden zu vergrößern – ob sie nun alljährlich die Spielzeit verlängern oder das Programm immer ambitionierter aufziehen.
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59. Jahrgang, Nr 9/10
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