L'inquiétude au monde

La Monnaie bringt in Brüssel Pascal Dusapins jüngste Oper heraus: «Penthesilea»

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Ja, so kann es wohl klingen, das «Unbehagen über den Zustand unserer Welt». Pascal Dusapin spricht davon im Zusammenhang mit seiner neuen Oper «Penthesilea», in der er quasi zu sich selbst gekommen sei, wie er der Journalistenrunde mit leisem Lachen sagt: Auch die früheren Opern seien Versuche gewesen, eine «Penthesilea» zu schreiben, aber erst jetzt sei tatsächlich eine «Penthesilea» dabei herausgekommen. Es habe schon niemand mehr daran geglaubt.

Postmoderner Pessimismus herrscht in diesem Stück.

Es ist nichts geblieben von der blitzenden Herrlichkeit, der wilden Pracht, mit der in Heinrich von Kleists Versdrama die Königin der Amazonen und der Pelidensohn Achilles im Kampf aufeinandertreffen. Die freudige Vorbereitung des Rosenfests, der Liebesnacht, in der die Amazonen sich rituell mit ihren Gefangenen vereinen, um die Zukunft ihres Stammes zu sichern und dann die Männer freizulassen: Sie fehlt in Beate Haeckls elliptischer Textfassung. Die Berichte von Gefolgsleuten, die vom Edelmut und der Gefühlsfülle der Antipoden zeugen, sind auf ein Minimum zusammengestrichen. Was bleibt? Die totale Sinnlosigkeit eines Krieges, bei dem es um nichts Größeres mehr geht als um die ...

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Opernwelt Mai 2015
Rubrik: Im Focus, Seite 18
von Wiebke Roloff

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