Kurz und knapp

Die Erinnerungen Jarmila Novotnás in einer englischsprachigen Fassung

Opernwelt - Logo

Sie war eine der großen Diven des 20. Jahrhunderts, auf der Opernbühne wie im Film, doch in Deutschland, wo ihre Weltkarriere begann, scheint der Nachruhm verblasst: Jarmila Novotná (1907-1994), Schülerin der nicht weniger bedeutenden Emmy Destinn. Im hohen Alter schrieb sie ihre Lebenserinnerungen auf; kürzlich erschienen diese in englischer Übersetzung und bilden eine Ergänzung zu der vorbildlichen, 2002 als DVD bei Supraphon veröffentlichten Film- und Tondokumentation.


Nach ersten Erfolgen in Prag und Verona kam die tschechische Sopranistin 1929 auf Einladung Otto Klemperers an die Berliner Krolloper und war anschließend vier Jahre an der dortigen Staatsoper engagiert. In diese Zeit fallen auch Auftritte unter Max Reinhardt, der für ihre Entwicklung als Schauspielerin von entscheidender Bedeutung war. Daneben wirkte sie in verschiedenen Spielfilmen mit, darunter «Die verkaufte Braut» von Max Ophüls. An der Wiener Staatsoper, ihrer nächsten Wirkungsstätte, war sie 1934 an der Seite von Richard Tauber die Titelheldin in der Uraufführung von Lehárs «Giuditta». Arturo Toscanini, in dessen Salzburger «Zauberflöte» Novotná als Pamina auf der Bühne stand, vermittelte sie an die ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Februar 2019
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 23
von Ekkehard Pluta

Weitere Beiträge
Apropos... Liederliebe

Herr Hasselhorn, mussten Sie bei der Aufnahme Ihrer «Dichterlieben» manchmal aufpassen, in welcher Vertonung Sie sich gerade befinden?
Man muss sich als Sänger bewusst machen, dass zwei verschiedene Vertonungen desselben Textes in ganz verschiedene Ausdrucksbereiche vorstoßen können. Zum Beispiel fordern dieselben Wörter manchmal andere Färbungen. Aber auch der...

Wer mit den Fleischwölfen heult

Laut landläufiger Meinung muss der Tod ja ein Wiener sein. Aber das ist nur die halbe Wahrheit, denn was das vorzeitige Ableben betrifft, bleibt London das unangefochtene Kompetenzzentrum für den stilvollen Exitus. Stephen Sondheim hat mit seinem Musical um Sweeney Todd, den serienmordenden Meisterbarbier aus der Fleet Street, den Mythos noch einmal zementiert:...

TV-Klassiktipps Februar 2019

alpha

10.02. – 20.15 Uhr
Rafael Kubelik dirigiert
Bruckner: 6. Symphonie

arte

01.02. – 05.55Uhr
Daniel Hope – Der Klang des Lebens

Daniel Hope, seit 2016 Musikdirektor des renommierten Zürcher Kammerorchesters und einer der gefragtesten Geiger der Gegenwart, wurde 1973 in Südafrika geboren. Sein Vater bekam als regimekritischer Schriftsteller die Härte des...