Kulissenzauber

Cilea: Adriana Lecouvreur
Sankt Petersburg | Mariinsky Theater

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Wenn Anna Netrebko am Mariinsky auftritt, ist nichts wie sonst. Die Kartenpreise schießen in die Höhe: Mehr als 300 Euro kosten die besten Plätze, derzeit ein durchschnittliches Monatsgehalt in Sankt Petersburg. Stehende Ovationen sind vorprogrammiert, unter einer halben Stunde geht es selten ab. Und während die Besucher sonst auf jedweden dress code pfeifen, werfen sie sich an Netrebko-Abenden in Schale. Die Erwartungen fliegen hoch, ebenso die Kontroversen – die einen sind wild entschlossen, «ihre Anna» auf Händen zu tragen, die anderen hoffen im Stillen, dass sie Schwächen zeigt.

Seit der Star aller Stars (fast) nur noch im Tandem mit Ehemann Yusif Eyvazov zu haben ist, sind die Temperaturen weiter gestiegen: Ist der Tenor-Gatte ihr auf der Bühne ein ebenbürtiger Partner? Hat er das Zeug, mit ihr auf Augenhöhe zu singen?

Allein, am Premierenabend einer Neuinszenierung von Francesco Cileas «Adriana Lecou­vreur» waren es weniger die prominenten Gäste, die das Geschehen dominierten, als vielmehr der hassgeliebte Hausherr. Hat Valery Gergiev für ein Projekt Feuer gefangen, zieht er es an sich, mit aller ihm zu Gebote stehenden künstlerischen Macht. Auf sein Markenzeichen, «laute» ...

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Opernwelt August 2017
Rubrik: Panorama, Seite 42
von Aya Makarova

Vergriffen
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