Kühler Glanz, neue Glut
Auf ihrem neuem Arienalbum mit dem Allerweltstitel Romantique verbindet Elina Garanca einige Hauptstücke des französischen Mezzosopran-Repertoires wie Saint-Saëns’ Dalila-Arie «Mon cœur s’ouvre à ta voix» und Donizettis «Ô mon Fernand» aus La Favorite mit seltener zu hörenden Preziosen wie dem Schlussgesang der Sapho aus Gounods gleichnamiger Oper, der großen Szene der eifersüchtigen Königin Margared aus Lalos Le Roi d’Ys, aber auch Johannas Abschied von ihrer Heimat aus Tschaikowskys Oper über die Jungfrau von Orléans und Romeos «Ah! se tu dormi, svegliati» aus Nicola
Vaccais Giulietta e Romeo, einem Stück, das im 19. Jahrhundert oft anstelle des originalen Finales in Bellinis I Capuleti e i Montecchi gesungen wurde.
Elina Garancas Stimme hat sich deutlich entwickelt: Sie ist etwas dunkler geworden und hat an klanglicher Fülle gewonnen, ohne ihre Flexibilität zu verlieren. Die Spitzentöne leuchten, die Tiefe ist klanglich ideal eingebunden, die Mittellage klingt in jeder Region ausgeglichen; lediglich bei einigen geschlossenen Vokalen scheint die Stimme leicht zu verrutschen. Bei allem Wohlklang und trotz der souveränen gesangstechnischen Bewältigung der zahlreichen Klippen, die ...
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Opernwelt Januar 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 16
von Thomas Seedorf
Johoo – und ’ne Buddel Rum» – das wilde Piratenlied durchzieht quasi als Leitmotiv die Kinderoper Die Schatzinsel nach dem Abenteuer-Klassiker von Robert Louis Stevenson. Das Opernhaus Zürich unter seinem neuen Intendanten Andreas Homoki hat sie Frank Schwemmer (Homoki hat ihn sozusagen aus Berlin mitgebracht) und dem Librettisten Michael Frowin in Auftrag gegeben...
In ihrem Tagebuch notiert Cosima Wagner von den Ring-Proben 1876, dass den Kindern der erste Akt Siegfried am besten gefallen habe. Kinder wären auch die idealen Zuschauer für Achim Freyers am Puppenspiel und Kasperletheater orientierter Mannheimer Inszenierung. Für das Scherzo in Wagners Ring-Sinfonie vom Anfang und Ende der Welt verzichtet Freyer auf das optisch...
Andrea Breth mit La Traviata
Es kommt nicht oft vor, dass Andrea Breth Opern inszeniert. Und wenn, dann muss das gesamte Umfeld stimmen. In Brüssel hat sie diesbezüglich bei Katja Kabanova gute Erfahrungen gemacht. Nun bringt sie dort Verdis La traviata heraus. Ein Stück nach Wunsch.
Franz Josef Selig
ist ganz ohne Frage einer der führenden Bassisten unserer Zeit....
