Jedem Wagner seinen Heckel

Emil Heckels Nachlass gibt Einblick in die Arbeit des ersten Wagner-Verbandes

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Der erste Wagner-Verband wurde 1871 in Mannheim gegründet, zu einer Zeit also, als noch nicht einmal der Grundstein für das Bayreuther Festspielhaus gelegt war. Verantwortlich dafür war der Musikalienhändler Emil Heckel (1831-1908), dem Wagner später folgende Widmung schrieb: «Hat jeder Topf seinen Deckel, jeder Wagner seinen ­Heckel, dann lebt sich’s ohne Sorgen, die Welt ist dann geborgen.» Heckels Nachlass, mit über 80 Briefen und Telegrammen von Wagner und rund 150 Autografen Cosimas, lagert im Stadtarchiv Mannheim und ist noch nicht quellenkritisch ediert.

Eine digitale Präsentation ist in Vorbereitung.

Der Verlag Wellhöfer legt unterdessen einen liebevoll zusammengestellten Überblick zum Thema Wagner und Heckel vor, der von Anja Gillen erarbeitet wurde und in der Reihe «Beiträge zur Mannheimer Kunst- und Stadtgeschichte» erschien. Man bekommt einen Eindruck davon, wie viele Hebel der umtriebige, bestens vernetzte Musikalienhändler in Bewegung setzen musste, um die Werke seines Idols (und das, was man heute als «Neue Musik» bezeichnen würde) auf regionaler Ebene durchzusetzen. Hans von Bülow nannte Heckel nicht zufällig eine «energische Ausnahmepersönlichkeit». Gegen den ...

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Opernwelt März 2015
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 31
von Stephan Mösch

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