Intention, Rezeption, Stilisierung

Ein Band über Wagner und das Musiktheater zwischen Nationalismus und Globalisierung

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Alexander Kluges Wort von der Oper als «Kraftwerk der Gefühle» aufgreifend, blickt der opulente Band vor allem auf das 19. Jahrhundert und stellt die Frage, was Nationalopern eigentlich als ästhetische Produkte sind, sein wollen oder sein konnten, was sie mit Identitätsstiftung zu tun haben, und wie sich Wagner und das «Deutsche» in diesem Kontext ausnehmen.

«Gefühlskraftwerke für Patrioten» also? Hervorgegangen ist die von Arne Stollberg, Ivana Rentsch und Anselm Gerhard herausgegebene Sammlung von 29 Aufsätzen aus dem Projekt «WagnerWorldWide 2013», das auch den ebenfalls bei Königshausen & Neumann erschienenen Band «Music Theatre as Global Culture» gezeitigt hat.

Die Fragestellung ist nicht neu. «Nationale Selbstfindung in der Musik» etwa hatte bereits ein Symposion an der Berliner Staatsoper thematisiert, dessen Ergebnisse unter dem Titel «Deutsche Meister – böse Geister?» vorliegen (Edition Argus 2001). Auch beim Leipziger Jubiläums-Symposion spielte das Thema immer wieder herein («Richard Wagner. Persönlichkeit, Werk und Wirkung», herausgegeben von Helmut Loss, Markkleeberg 2013).  Dass es den Herausgebern gelungen ist, trotzdem ein spannendes, in vielen Details auch neues
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Opernwelt September/Oktober 2018
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 42
von Stephan Mösch

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