Instandgesetzt

Nach fünfjähriger Generalsanierung hat das Wuppertaler Opernhaus den Spielbetrieb wieder aufgenommen

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Manchmal muss eben der Brandschutz ein Machtwort sprechen, damit sich etwas bewegt. Im Wuppertaler Opernhaus wäre wohl bis heute alles beim Alten, wenn die Feuerexperten nicht eines Tages die Schließung des maroden Gebäudes angedroht hätten. Erst dann rang sich die hoch verschuldete Stadt am Rande des Bergischen Landes durch, den Bau aus den fünfziger Jahren endlich zu sanieren.

Fünf Jahre dauerten die Arbeiten, vierundzwanzig Millionen Euro haben die denkmalgerechte Auffrischung des in Foyers, Treppenhäusern und Zuschauerraum erhaltenen Wirtschaftswunder-Designs, die Überholung der Funktionsräume und die Modernisierung der veralteten Bühnentechnik offiziell gekostet. Ein Fünftel der Summe steuerte die Privatstiftung des Industriellen Werner Jackstädt bei. Nun strahlt der Solitär zwischen Wupper und Barmer Bahnhof, der 1943 bei einem britischen Bombenangriff schwer beschädigt und 1956 neu eröffnet wurde, wieder im Glanz der bundesrepublikanischen Gründerjahre – als Symbol einer Architektur, die sich an der im NS-Staat unterdrückten (westlichen) Moderne orientierte, die klare Linien und Formen favorisierte und so jene «coole» Ästhetik begründete, in der sich der pragmatische ...

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Opernwelt Februar 2009
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Albrecht Thiemann

Vergriffen
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