Unter Puppen: Samantha Gaul als Olympia (2.v.l.) im Freiburger «Hoffmann»-Labor; Foto: Tanja Dorendorf/T+T Fotografie
Im Labor
Da ging alles auf Anfang. Der neue Freiburger Intendant Peter Carp brachte bei seinem Opernstart mit Offenbachs «Hoffmanns Erzählungen» gleich drei neue Damenstimmen ins Spiel, die Karriere machen könnten und die verstärkte Hinwendung zu einer festeren Ensemblekultur signalisieren: Samantha Gaul als koloraturaffine Olympia, Solen Mainguené als hysterisch-dramatische Antonia, Inga Schäfer mit feinem, hellem Mezzosopran als Muse und Niklaus.
Im letzten Augenblick sprang Sébastien Guèze am Premierenabend für den erkrankten Rolf Romei in der Titelpartie ein – und bewältigte die Aufgabe fabelhaft in jeder Beziehung: ein fesselnder Darsteller mit perfekt phrasierendem, flexiblem, auch in der oft anzusteuernden Höhe noch bestechend ausladendem Tenor. Ein glücklicher Umstand auch das vorteilhafte vokale Umfeld: mit Juanita Lascarro als sinnlich eingedunkelter Giulietta, Anja Jungs Alt-Kompetenz (Stimme der Mutter), Juan Orozco mit materialreichem, charakteristisch schnarrendem Bariton in den Erscheinungen von Hoffmanns Widersachern oder Roberto Gionfriddo, dessen variabler Tenor für die bizarren Dienergestalten wie geschaffen schien.
Eine weitere Novität: die Regie-Crew. Zum ersten Mal ...
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Opernwelt Dezember 2017
Rubrik: Panorama, Seite 43
von Heinz W. Koch
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