Im Focus der «Opernwelt»: Mai 2010
Wie kann man den Venusberg heute noch auf die Bühne bringen? Ein Aufführungs-
vergleich von Wagners «Tannhäuser» in Mailand und Oslo eröffnet unseren Focus-Teil. Wagner auch an Stuttgarts Staatsoper, wo Calixto Bieito und Manfred Honeck sich mit «Parsifal» auseinandersetzen. Zeitgleich setzte Frankfurt auf «Daphne»: Die selten gespielte späte Oper von Richard Strauss erlebte eine fulminante Neudeutung, ja Neuentdeckung. Der Frauen-Abend an Hamburgs Staatsoper las sich interessanter, als er dann künstlerisch ausfiel.
Straßburg trumpft mit einer witzigen und gewitzten Premiere von Rameaus «Platée» auf. Und die Met in New York setzt auf Kontraste: William Kentridge lässt seine Fantasie zu Schostakowitschs «Nase» spielen; für die Sänger-Freaks gibt es Verdis «Attila». Riccardo Muti dirigiert zum ersten Mal an Amerikas berühmtestem Opernhaus.
Mehr Aufführungsberichte wie immer in unserem Panorama-Teil (ab Seite 38). Themen dort sind unter anderem: Uraufführungen in Bremen, Hof, Mannheim und Sydney, die vielen Gesichter der Deutschen Oper am Rhein und die Rekonstruktion von Albert Lortzings «Casanova» in Klagenfurt.
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Riccardo Muti, Herzog & Meuron, Prada... – was den Snob-Appeal betrifft, dürfte das für die Met-Erstaufführung von Verdis «Attila» zusammengekaufte Aufgebot schwerlich zu übertreffen sein. Die Befürchtung, die kapitale Promi-Riege habe sich an einem musikalischen Objekt abgearbeitet, das nicht weiter der Rede wert ist, löste sich jedoch schon während der ersten...
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