Im Focus der Opernwelt: Juni 2010
Frauen des Fin de Siècle sind angesagt. Besonders die Mischung aus Femme
fatale und Femme enfant, Heilsbringerin und Hure, Objekt und Selbstbehauptung hat viele Komponisten angeregt. Eine ganze Reihe von Opernhäusern (vom puppenstubenhaften Freiberg über das mittlere Kaiserslautern bis zur Semperoper in Dresden) macht derzeit mit schillernden Frauenfiguren bekannt, von denen man bislang (fast) nichts gehört hatte: Franz Schmidts Esmeralda, Alfanos Katjuscha, Korngolds Heliane, Gurlitts Nana.
Zufall? Glücksfall? Trend?
Außerdem in unserem Focus-Teil: Details zur Wiederentdeckung von Grétrys «Andromaque» bei den Schwetzinger Festspielen und zum Start eines neuen «Ring des Nibelungen» an der Oper Frankfurt. Ferner: Martinus selten gespielte «Griechische Passion» in Karlsruhe und Wuppertal – und zwar in zwei höchst unterschiedlichen Fassungen.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
«Unter welche Rubrik gehört eigentlich dieser Zarathustra? Ich glaube beinahe, unter die Symphonien» – schrieb Friedrich Nietzsche am 2. April 1883 an Peter Gast. Musik ist überall in den «subjektiven Ergüssen» (Giorgio Colli) des Philosophen und dilettierenden Komponisten anzutreffen. Franz Hummels neueste Oper, ein Auftragswerk für das Theater Regensburg, heißt...
Eyjafjallajökull. Flüssig und fehlerfrei aussprechen können das im deutschsprachigen Raum vermutlich nur ein paar Island-Spezialisten. Doch jeder weiß, was die Zeichenfolge bedeutet: Feuer, Lava, Rauch, Asche. Die Vulkaneruption sorgte für ein spektakuläres Naturschauspiel – und für Chaos im Luftverkehr. Die so verordnete Zwangspause für den homo mobilis wirkte...
Singt eben nicht der Gigl, sondern der Gogl, meinte Staatsoperndirektor Ioan Holender im Vorfeld dieser «Carmen»-Reprise, die als das große Medienereignis seiner letzten Spielzeit gehandelt wurde. Da empfiehlt sich ein kleiner Exkurs in die österreichische Mundart: Gigl und Gogl bedingen einander nicht wie Yin und Yang. Vielmehr stehen sie fürs Entweder-Oder; der...
