Idolatrie und Verblendung
Richard Wagners Wirkung muss magisch-magnetisch gewesen sein, anders lässt sich nicht erklären, dass so viele Menschen sich für seine Interessen einspannen ließen. Die Geldgeber waren die einen, beinahe wichtiger waren für Wagner die Propagandisten seines Werks in Wort und Tat. Ein enormer Kreis, dessen Persönlichkeiten mal mehr, mal weniger bekannt sind. Über die Beziehungen zu Liszt, Bülow, Nietzsche ist reichlich geschrieben worden, die jungen Bayreuthianer Felix Mottl, Engelbert Humperdinck, Anton Seidl, Joseph Rubinstein haben ihren Platz in den Biografien.
Aber da gibt es auch noch Freundschaften wie die mit Julie Ritter, einer wohlhabenden Kaufmannswitwe, die Wagner in Dresden kennenlernte und die ihn nach seiner Flucht ins Exil unterstützte. Auch ihre Söhne Karl (1830-1891) und Alexander (1833-1896) spielten eine Rolle in Wagners Leben. Karl studierte mit Hans von Bülow, gab die Musik bald auf, versuchte sich wenig erfolgreich als Schriftsteller. Alexander wurde Geiger, Musikalienhändler und Kapellmeister, komponierte unter anderem zwei Opern-Einakter («Der faule Hans» sowie «Wem die Krone?») und heiratete 1852 Franziska, eine Tochter von Wagners älterem Bruder Albert. ...
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Opernwelt Dezember 2018
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 25
von Götz Thieme
Seit Jahren steht in Stuttgart die Frage im Raum, wann und wie der historische Theaterbau von Max Littmann aus dem Jahr 1911, in der Oper und Ballett ihre Vorstellungen geben, saniert wird. Dass er dringend ertüchtigt werden muss, ist zwischen den Trägern der Württembergischen Staatstheater (Stadt und Land) unstrittig. Alles andere ist mehr oder weniger offen. Im...
alpha
02.12. – 20.15 Uhr
Bach: h-Moll Messe
Chor des BR
09.12. – 20.15 Uhr
Jansons dirigiert Berg und Bruckner
Chor des BR
16.12. – 20.15 Uhr
Hengelbrock dirigiert Mozart
30.12. – 20.15 Uhr
Jansons dirigiert Dvořák
arte
03.12. – 00.40 Uhr
Mozart: Die Zauberflöte
Théâtre La Monnaie, Brüssel
ML: Manacorda, I: Castellucci, S: Bretz, van Ingelgem, Noldus, Karthäuser,...
Dem Hunde, wenn er gut erzogen, wird selbst ein weiser Mann gewogen ...» Der dies sagt, heißt Wagner – er äußert es jedoch beim Osterspaziergang zu Faust, woraus erhellt, dass es ist nicht Richard der Einzige ist. Sondern eben des Doktors Famulus. Also mittelbar Goethe. Und der war wohl kein Hundefreund, wie etwa seine «Italienische Reise» enthüllt. In der...
