Gefühle aus erstem Hund

Wagners Vierbeiner, aufgelistet und betrachtet von Franziska Polanski

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Dem Hunde, wenn er gut erzogen, wird selbst ein weiser Mann gewogen ...» Der dies sagt, heißt Wagner – er äußert es jedoch beim Osterspaziergang zu Faust, woraus erhellt, dass es ist nicht Richard der Einzige ist. Sondern eben des Doktors Famulus. Also mittelbar Goethe. Und der war wohl kein Hundefreund, wie etwa seine «Italienische Reise» enthüllt. In der «Römischen Elegie XVII» lesen wir im ersten Distichon: «Manche Töne sind mir Verdruss, doch bleibet am meisten / Hundegebell mir verhasst: kläffend zerreißt es mein Ohr».

Das hatte damit zu tun, dass nachbarliches Belfern ein geheimes Stelldichein Goethes mit einer Römerin beinahe verraten hätte.

Dass Richard Wagner die Beziehung zu Hunden über die meisten seiner menschlichen Verbindungen stellte, haben schon einige Autoren unmissverständlich klar gemacht. Das amüsanteste, dabei am genauesten recherchierte dieser Bücher ist Franziska Polanskis «Richard Wagners Hunde» – übergetitelt: «Da lernt’ ich wohl, was Liebe sei», («Siegfried», 1.Akt). Gefühle sozusagen aus erstem Hund. Wobei die Autorin, Ärztin und als Verfasserin erheiternder Bücher über geriatrische Probleme bekannt, im Annex die Beziehungen von Wagners Hunden zu ...

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Opernwelt Dezember 2018
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 25
von Gerhard Persché

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