Gefühle aus erstem Hund
Dem Hunde, wenn er gut erzogen, wird selbst ein weiser Mann gewogen ...» Der dies sagt, heißt Wagner – er äußert es jedoch beim Osterspaziergang zu Faust, woraus erhellt, dass es ist nicht Richard der Einzige ist. Sondern eben des Doktors Famulus. Also mittelbar Goethe. Und der war wohl kein Hundefreund, wie etwa seine «Italienische Reise» enthüllt. In der «Römischen Elegie XVII» lesen wir im ersten Distichon: «Manche Töne sind mir Verdruss, doch bleibet am meisten / Hundegebell mir verhasst: kläffend zerreißt es mein Ohr».
Das hatte damit zu tun, dass nachbarliches Belfern ein geheimes Stelldichein Goethes mit einer Römerin beinahe verraten hätte.
Dass Richard Wagner die Beziehung zu Hunden über die meisten seiner menschlichen Verbindungen stellte, haben schon einige Autoren unmissverständlich klar gemacht. Das amüsanteste, dabei am genauesten recherchierte dieser Bücher ist Franziska Polanskis «Richard Wagners Hunde» – übergetitelt: «Da lernt’ ich wohl, was Liebe sei», («Siegfried», 1.Akt). Gefühle sozusagen aus erstem Hund. Wobei die Autorin, Ärztin und als Verfasserin erheiternder Bücher über geriatrische Probleme bekannt, im Annex die Beziehungen von Wagners Hunden zu ...
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Opernwelt Dezember 2018
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 25
von Gerhard Persché
alpha
02.12. – 20.15 Uhr
Bach: h-Moll Messe
Chor des BR
09.12. – 20.15 Uhr
Jansons dirigiert Berg und Bruckner
Chor des BR
16.12. – 20.15 Uhr
Hengelbrock dirigiert Mozart
30.12. – 20.15 Uhr
Jansons dirigiert Dvořák
arte
03.12. – 00.40 Uhr
Mozart: Die Zauberflöte
Théâtre La Monnaie, Brüssel
ML: Manacorda, I: Castellucci, S: Bretz, van Ingelgem, Noldus, Karthäuser,...
Ein Klang zerschneidet die Stille der Nacht. Reißt ein Loch in die Welt des Traumes, aus dem die junge Mutter gerade in diesem Augenblick wie trunken ans dämmrige Licht taumelt, orientierungslos, einsam verloren. Niemand da, der ihr helfen, sie stützen könnte, nur diese Solo-Violine, die in der höchsten Lage schmerzensreiche Töne von sich gibt und die Erinnerung...
Die Rasur des Hauptmanns fällt aus. Er kauert auf einem ausgestopften Pferd, das gerade zum Sprung ansetzt. Von Wozzeck rasiert werden hier ein paar in Reih und Glied aufgestellte Gardisten, und zwar unterhalb der Gürtellinie: Einem nach dem anderen stutzt er das Haar am Gemächt. Hinten zieht ausgelassenes Volk vorbei, Fähnchen schwenkend, zum Frohsinn...
