Hymnen an die Schönheit

Die Biennale Musica in Venedig sucht unter der Leitung von Lucia Ronchetti nach Wegen aus dem Elfenbeinturm der Neuen Musik

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Die Eröffnung eines Festivals setzt vor allem Zeichen für die Zukunft. Und da zählen auch die kleinen Gesten. Sie erzählen von Visionen, deuten dramaturgische Linien an. Dies gilt insbesondere immer dann, wenn, wie im selbst Mitte September noch sommerlichen Venedig, ein Leitungswechsel vollzogen wird. Lucia Ronchetti heißt die neue Chefin der Biennale Musica.

Und die italienische Komponistin lässt ihre persönliche Premiere des Neue-Musik-Festivals bewusst nicht in den abgelegenen alternativen Spielstätten des Arsenale-Geländes vom Stapel laufen, wo in den Folgetagen dann so manche experimentelle Sound-Installation und so manches die Gattungsgrenzen transzendierende Projekt stattfinden wird – und wo die Architekturbiennale ihr Zuhause hat, was erfreuliche Publikumsvermischungen zeitigt.

Nein, die Premiere der 65. Festivalausgabe findet im Teatro La Fenice statt, diesem legendären Opernhaus, an dem einst Giuseppe Verdi wichtige Uraufführungen wagte und wo heute jene die Serenissima längst wieder flutenden Touristenströme einen großen Anteil der Besucher bilden. Da sitzt nun auch gar kein Neue-Musik-Ensemble auf der Bühne, sondern das Orchester des Fenice. Und das erste Werk ist gar ...

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Opernwelt November 2021
Rubrik: Magazin, Seite 74
von Peter Krause

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