Hello, Darlings!
Quick, quick, slow, slow! Mittwochs in «Clärchens Ballhaus», Lindy-Hop in Tellerrock mit oder ohne Petticoat. Oder am Wochenende im «Kater Holzig», Electro-Swing mit Glitzerlidschatten. Der Puls der Zwanziger- und frühen Dreißigerjahre trifft ganz offensichtlich einen Nerv der Berliner Gegenwart. Barrie Kosky hat mit Paul Abrahams Jazz-Operette «Ball im Savoy» an der Komischen Oper auf das richtige Pferd gesetzt. Genau wie Herbert Fritsch, der das Skelett von Paul Linckes «Frau Luna» als überdrehtes Club-Kuriosum verkleidet.
Beide Produktionen belegen das wiedererwachte Interesse an der Berliner Operette, beide sind «typisch Berlin» – obwohl die Ansätze unterschiedlicher nicht sein könnten.
Paul Abraham also. Klingelt’s? Wohl kaum. Jedenfalls nicht so laut wie bei Franz Lehár: Wenn dessen Name fällt, tönt es verlässlich irgendwo im Hinterkopf. Zum Beispiel «Immer nur lächeln», um in Berlin zu bleiben, an der Komischen Oper (damals Metropol-Theater), wo 1929 «Das Land des Lächelns» uraufgeführt wurde. Aber auch wenn Lehár den Kollegen «Kronprinz der Operette» nannte: Abraham kam nicht dazu, den Thron zu besteigen.
Dubiose Börsenspekulationen, Bankrott und Knast; 1929 dank Tonfilm ...
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Opernwelt August 2013
Rubrik: Im Focus, Seite 18
von Wiebke Roloff
Sein erstes Orchesterstück wurde gleich bei den Proms aufgeführt. Da war George Benjamin zwanzig. «Ringed by the Flat Horizon» – der Titel des 20-Minuten-Opus spielt auf ein Foto an: ödes Land, lichter Himmel, Sturmgewölk, aus dem ein Blitz zuckt. Ein Bild statisch-bewegter Natur, das viel sagt über die Klangbilder und Bildklänge, die Benjamins Musik auszeichnen....
Herr Pisaroni, Ihre Popularität in Deutschland ist nicht so hoch wie die von Ildebrando d’Arcangelo oder Erwin Schrott. Braucht man immer noch CDs, um berühmt zu werden?
Sieht fast so aus. Jonas Kaufmann hat mir einmal gesagt: «Mich gibt es doch schon so viele Jahre! Jetzt plötzlich erst geht es los.» Das lag an seinen CDs, mit denen er spät angefangen hat. Dass ich...
Off-Grand» lautet der programmatische Name der neuen Reihe, mit der die Los Angeles Opera Zuschauerkreise ansprechen möchte, die sich für Werke jenseits des Mainstream-Repertoires interessieren. Eröffnet wurde die Reihe im Performing Arts Center des Santa Monica College mit einer Uraufführung – «Dulce Rosa», der neuen Oper des U.S.-Amerikaners Lee Holdridge, der...
