Heimatlos und (fast) vergessen

Zwei Publikationen erinnern an den jüdischen Dirigenten Joseph Rosenstock

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Immer fand ich den Namen falsch, den man uns gab: Emigranten. / Das heißt doch Auswanderer. / […] Wir flohen. / Vertriebene sind wir, Verbannte. (Bertolt Brecht)

Rund 400.000 der Anfang 1933 in Deutschland lebenden Juden waren deutsche Staatsbürger, dazu kamen etwa 120.000 meist polnischstämmige Einwohner mit längeren Aufenthaltstiteln. Nach der Machtübernahe der Nazis gelang es 300.000 von ihnen durch Flucht und Exil, ihr Leben zu retten. Am 7.

April 1933 hatte der Reichstag das «Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums» verabschiedet; Paragraph drei lautete: «Beamte, die nicht arischer Abstammung sind, sind in den Ruhestand zu versetzen.» Unter ihnen waren viele Künstler, man schätzt 8.000. Damit verloren Schauspieler, Sänger, Regisseure, Komponisten und Instrumentalisten mit einem Schlag ihre Positionen. Unter den Dirigenten waren die prominentesten Bruno Walter und Otto Klemperer. Ihnen gelang es, ihre Karrieren im sicheren Ausland fortzusetzen. Doch nicht alle Musiker hatten das Glück. Sie starben in den Konzentrations -lagern oder nahmen sich, wie der nach Belgien geflohene Leipziger Generalmusikdirektor Gustav Brecher – er hatte die Uraufführungen von Kreneks ...

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Opernwelt Februar 2026
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Götz Thieme

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