Heilige Familie

Bauer: Die Mühle von Saint Pain
BASEL | THEATER

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Dafür, dass der Titel des neuen Stücks – «Die Mühle von Saint Pain» (englische Aussprache) – eher Leid und Schmerzen argwöhnen lässt, fängt es gar nicht so düster an im Theater Basel. Der Zuschauerraum bleibt erleuchtet. Und die fünf Figuren, die der Reihe nach erscheinen, führen derart sarkastisch-bissige Dialoge miteinander, dass man meinen könnte, eine Autorin des anspruchsvollen Boulevards wie Yasmina Reza habe sie ihnen in den Mund gelegt.

Ist aber nicht so.

Das Schweizer Autorengespann Lucien und Anne Haug, die Komponistin Anna Bauer und der Regisseur Antú Romero Nunes haben das Stück entworfen, das im Sinne des von Intendant Benedikt von Peter favorisierten Kompanie-Gedankens auch dezidiert zwischen den Genres stehen soll: «Schauspiel, Oper» lautet die Gattungsbezeichnung. Man könnte auch noch ergänzen: Komödie, Tragödie.

«Die Mühle von Saint Pain», lose basierend auf der sorbischen Krabat-Sage, ist ein Stück über die Kräfte der Familie – die bösen und die guten. Im Mittelpunkt steht eine Figur, die den Namen des Sagenhelden trägt und als älteste Tochter der Familie Wissen über sich und ihre Lieben anhäuft. Dass sie Suizid begeht, könnte ein Indiz dafür sein, dass sie an ...

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Opernwelt Dezember 2021
Rubrik: Panorama, Seite 38
von Alexander Dick

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