Geborgen in Zerbrechlichkeit

Sandrine Piau kehrt zu Mozart zurück

Opernwelt - Logo

Vom Himmel in den Abgrund? Die französische Sopranistin Sandrine Piau zählt nicht zu den vermarktungshungrigen Vertreterinnen ihres Fachs. Sie produziert nicht permanent Alben, um in die Charts zu springen. Nach ihrer letzten Aufnahme mit französischen Opernraritäten des 18. Jahrhunderts, die dem «Triumph der Liebe» gewidmet waren, nimmt sie sich nun – thematisch ins Gegenteil verkehrt – «Verzweifelter Heldinnen» an.

Rund 13 Jahre nach ihrem ersten reinen Mozart-Album (damals mit dem Freiburger Barockorchester unter Gottfried von der Goltz) kehrt sie zu dem für sie nach eigener Aussage wichtigsten Komponisten zurück.

Ausgewählt hat sie Arien von Barbarina aus «Le nozze di Figaro» und Giunia aus «Lucio Silla», von Sandrina aus «La finta giardiniera» und Donna Anna aus «Don Giovanni», dazu Aspasia aus «Mitridate», Ilia aus «Idomeneo», Aminta aus «Il re pastore» und schließlich, noch einmal «Figaro», Susanna – kurz: Hier steht Bekanntes neben weniger Vertrautem. An ihrer Seite weiß Piau eine der ersten Adressen für solche Aufgaben, das Mozarteumorchester mit Ivor Bolton, der sich mit angemessener Zurückhaltung bestens auskennt. So gibt es keinen Moment auf dieser CD, in dem das ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Januar 2015
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 21
von Christoph Vratz

Weitere Beiträge
Der große Unbekannte

Vierhundertfünfzig Musiker wurden bei der Uraufführung gebraucht, darunter hundert Streicher, dreizehn Harfen und dreihundert Bläser, zusätzlich noch Chor und Gesangssolisten. Die Rede ist nicht von Hector Berlioz’ «Te Deum» oder dessen Requiem. Die Rede ist von der Oper «Prométhée», vollendet im Jahr 1900 von jenem französischen Komponisten, der dem Monumentalen,...

Ein Fest des totalen Theaters

Sterbehilfe am laufenden Band: Müde Menschen stehen Schlange beim industriellen Töten auf Verlangen. Hilfskräfte stülpen ihnen milchblaue Kittel über. Dann gibt es einen elektrischen Schlag, sie fallen auf einen Haufen. Dieser Schlachthof in Rom ist eine Goldgrube, die Nachfrage größer als das Angebot. Unter den Wolken muss die Müdigkeit grenzenlos sein. Die...

TV-Klassiktipps

ARD-ALPHA

4.1. – 11.00 Uhr
Lorin Maazel dirigiert
Mozart: Symphonie g-moll KV 183; Symphonie C-Dur KV 551; Violinkonzert A-Dur KV 219, Solist: Ingolf Turban.

6.1. – 11.00 Uhr
Marcello Viotti stellt vor:
Ravel: Ma Mére l’oye.

6.1. – 20.15 Uhr
Strauss: Der Rosenkavalier.
Salzburger Festspiele 2014. Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst, Inszenierung: Harry Kupfer....