Fundstücke auf Seitenwegen

Lieder aus Skandinavien, Polen, Korea und China

Opernwelt - Logo

Seit Jahren, so unkte vor einiger Zeit der Pop-Kritiker einer großen deutschen Tageszeitung, wären Musikkonzerne und Plattenfirmen damit beschäftigt zu schrumpfen, zu fusionieren oder zu sterben. Dazu auch die Aufnahmestudios. Denn immer mehr Künstler nutzten die Möglichkeiten, die neue Software und schnellere Rechner bieten; so breitete sich im gesamten Pop quasi eine Do-it-Yourself-Mentalität aus, was dazu führte, dass die Flut neuer Musik inzwischen völlig vom Zustand der Musikindustrie abgekoppelt sei.
Im Klassik-Bereich sieht das etwas anders aus.

Denn die beste Software, die schnells­ten Rechner ersetzen das «Handwerk» nicht: Wer nicht singen kann oder ein Instrument schlecht spielt, wird seine Botschaft nicht gut rüberbringen. Auf der anderen Seite ermöglicht die etwa gegenüber der Vinyl-Platte weit kostengünstigere Herstellung der digitalen CD kleineren Firmen oder auch den Künstlern selbst, quasi mit «Exoten» auf sich aufmerksam zu machen. Denn während die «Majors» (wie die großen Firmen branchen­intern genannt werden) in den letzten Jahren viel musikalisches Fast-Food auf den CD-Markt warfen, die Medley- und Kompila­tions-Alben mancher Stars etwa oder die ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt November 2008
Rubrik: Medien/CDs, Seite 27
von Gerhard Persché

Vergriffen
Weitere Beiträge
Apropos... Tannhäuser

Frau Michael, mit welcher der beiden «Tannhäuser»-Frauen können Sie sich eher identifizieren?
Die Venus habe ich schon oft gesungen, aber ich hatte dabei seltsamerweise nie das Gefühl, diese Figur auch menschlich zu begreifen. Das passiert erst jetzt: Seit ich die Elisabeth studiere, merke ich, dass beide Figuren in Wirklichkeit eine einzige Frau sind, die nur in...

Blut und Tosen

Ästhetisch stark geprägte Jahre» habe es zuletzt an der Bayerischen Staatsoper ge­geben – in der Ära Sir Peter Jonas –, aber vieles habe hier doch nicht stattgefunden. So sprach der neue Opernmann in München, Staatsintendant Nikolaus Bachler (in einem Interview der Süddeutschen Zeitung). Er scheint sich und seine Musiktheaterarbeit neu definiert zu haben, will in...

Seit hundert Jahren in Betrieb

Ganz oben, hoch über dem Bühnenturm, setzen vier Panther zum Sprung gen Süden an. Zum Licht, nach Arka­dien, ins Reich der Musen. Dorthin, woher einst die Musik kam, die Poesie und das Spiel. Noch stehen die von den Tieren gezogenen Streitwagen auf zwei Türmchen still, gezügelt von einer weiblichen und einer männlichen Idealfigur. Aber nicht mehr lange, sagt ihre...