Frauen(bilder)

Puccini: Suor Angelica / Tarkiainen: A Room of One’s Own in Hagen

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Die Hagener Koppelung von Puccinis Einakter «Suor Angelica» mit Outi Tarkiainens «A Room of One’s Own», der ersten, nun uraufgeführten Oper der 1985 geborenen finnischen Komponistin, zu einem Doppelabend mochte zunächst befremdlich wirken. Zwischen dem wahnhaft verklärten, gleichsam der Realität entzogenen Selbstmord der Nonne Angelica und dem musiktheatralen Essay über Virginia Woolfs berühmtes feministisches Manifest «A Room of One’s Own» liegen Welten.

Es bedurfte der Fantasie der Bühnenbildnerin Monika Biegler, um hier den Raum des zweiten mit dem des ersten Stücks zu verbinden, ja, geradezu aus ihm entstehen zu lassen. Beide Werke zeigen, wie die Gesellschaft mit Frauen umspringt. Angelica wird nach der Geburt eines unehelichen Kinds von ihrer adelsstolzen Familie ins Kloster eingesperrt: ein qualvoller Liebesentzug, der sie traumatisiert. Woolf wiederum rechnet in ihrem kritischen Essay von 1928 mit der Tatsache ab, dass für Frauen in der Kunst kein Platz vorgesehen ist, sie vielmehr grundsätzlich ausgesperrt bleiben – es sei denn, sie verfügen über ein eigenes Zimmer und materielle Unabhängigkeit. 

Im ingeniösen Blick der Regisseurin Magdalena Fuchsberger kommentieren beide ...

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Opernwelt 7 2022
Rubrik: Panorama, Seite 50
von Uwe Schweikert

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